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	<title>Kochen Mit Liebe &#187; goldene Regeln</title>
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	<description>Kochen, Rezepte, Menüs, Essen, Trinken</description>
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		<title>Die goldenen Regeln für schlechtes Grillen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 17:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elchefe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sobald die Temperaturen außerhalb der eigenen vier Wände die 20-Grad-Celsius-Marke knacken, mutiert der Grill wieder zu dem Deutschen sein liebstes Sportgerät. Keine Frage, es ist ja auch super toll; Die Sonne scheint, die Getränke sind kühl gelagert, alles ist grün und fängt an zu blühen, man sitzt im Garten, die Kinder sind beschäftigt, der Hund schläft und der Mann feuert den Grill an. Die unterschiedlichsten Aromen, die sich beim Grillen entfalten, senden eine klare, unmissverständliche Botschaft: &#8220;Es ist Zeit zum Schlemmen&#8221;. Und da man &#8220;eigentlich&#8221; kein Fett benötigt &#8211; so hießt es dem Volksmund nach &#8211; gilt es als eine gesunde Art der Zubereitung.</em><br />
<img src="http://www.kochen-mit-liebe.de/wp-content/uploads/2009/07/goldene_grillregeln_.jpg" alt="" title="goldene_grillregeln" width="610" height="405" class="alignright size-full wp-image-1596" /><br />
<span id="more-674"></span></p>
<p>Doch wo Licht, dort ist auch Schatten. Immer wieder verlauten die Medien, grillen sei ungesund, wegen den schädlichen Stoffen, die durch das herabtropfende Öl entstehen. Auch wird immer häufiger über Unfälle in der Tageszeitung durch Explosionen am Grill berichtet. So weit schon schlimm genung, doch hinzu kommt noch, dass der Grillgenuss verstärkt durch die Ausübung als Proletensport getrübt ist. Ja ja, da kommt schon ein unangenehmer Beigeschmack durch und dieser stammt sicherlich nicht vom verbrannten Fett.</p>
<p>Aber zum Glück gibt es ja Regeln, die es einem ermöglichen &#8211; sofern man regelkonform durch&#8217;s Leben geht &#8211; alles richtig zu machen. Neulich haben wir nach Regeln gesucht, jedoch keine wirklich authentischen und glaubhaften gefunden. Und da wir nicht den Anspruch erheben möchten, selbst authentische Grillregeln aufzustellen, haben wir <strong>&#8220;Goldene Regeln für schlechtes Grillen&#8221;</strong> zusammengestellt. Wer sich dran hält, bekommt eine Extraportion des üblen Beigeschmacks.</p>
<h2>Die goldenen Regeln für schlechtes Grillen</h2>
<p><span class="number" style="color: gold;">1</span> Kauft nur das günstigste oder das teuerste Fleisch. Am besten eignen sich hierfür Discounter, die ihr Fleischangebot verramschen oder Online-Plattformen, auf denen Fleisch im 3-stelligen Bereich verkauft wird. Kommt niemals auf die Idee, erstklassiges und zudem <abbr title="Preiswert meint hierbei, dass etwas seinen Preis wert ist">preiswertes</abbr> Fleisch von eurem Metzger zu holen, der seine Ware von regionalen Betrieben kauft.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">2</span> Richtige Männer essen richtiges Fleisch. Auf den Grill kommt nur Bauchspeck, Nackensteaks und Entrecotes. Proteinhaltiges Fleisch wie Huhn oder Fisch ist nichts für wahre Männer. Die sportliche Figur und der Six-Pack am Bauch kommen ausschließlich durch hartes Training im Fitnessstudio. Eiweiße steigen nur den Cholesterinspiegel. Fett hat damit NICHTS zu tun.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">3</span> Generell ist eine ausgewogene Ernährung beim Grillen Tabu. Die Variationen sind so klein wie nur möglich zu halten. Am besten einigen sich alle Grillteilnehmer auf eine Sorte Fleisch. </p>
<p><span class="number" style="color: gold;">4</span> Gemüse, Obst, Brot und mageres Fleisch haben auf dem Grill nichts zu suchen. Die Neandertaler haben sich früher schließlich auch nur von Fleisch ernährt. Das ist nunmal ein Naturgesetz und macht den Menschen  somit nicht zu einem Beilagenesser. Wiederholt diese Aussage am Grillabend mehrmals in Anwesenheit eurer Gäste. Unterstreicht diese Aussage mit einem anschließenden kräftigen <em>&#8220;Rülps&#8221;</em> und <em>&#8220;Furz&#8221;</em>. Zeigt aus was für einem Holz ihr geschnitzt seid.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">5</span> Sollte jemand widererwarten <span style="color: gold;">Regel 4</span> missachten, lacht ihn aus, macht ihn vor Allen lächerlich und nennt sein Grillgut &#8220;Mädchenfleisch&#8221;. Seit auf keinen Fall Tolerant. Am besten ist es, wenn ihr laut werdet, rumbrüllt und euch aggressiv zeigt, wenn jemand etwas <em>&#8220;vom anderen Ufer&#8221;</em> auf den Grill legt.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">6</span> Bereitet eure Marinaden niemals selber zu. Kauft stets Fertigmischungen und ertränkt das Fleisch 24 &#8211; 48 Stunden vor dem Grillen darin, damit der fleischeigene Geschmack vollständig überdeckt wird. Alles unter einer Stunde ist Tabu!</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">7</span> Holt das Fleisch ein bis zwei Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank. Ja, richtig! Auch im Sommer, wenn höchste Temperaturen herrschen. Ihr spart Unmengen an Zeit, da eurer 350°C heißer Grill niemals in der Lage ist, den Temperaturunterschied binnen weniger Minuten auszugleichen.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">8</span> Die Marinade bleibt da wo sie ist und wo sie auch hingehört: am Fleisch! Und da bleibt sie solange bis sie samt Fleisch auf den Grill landet und dort für den typischen Grillgeschmack sorgt, da das abtropfende Öl auf den heißen Kohlen und dort verbrennt.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">9</span> Der Grillrost und die Kohle sollten so heiß wie möglich sein. Geht verschwenderisch mit der Kohle um. Jeder Quadratzentimeter des Grills sollte mit glühend heißer Kohle bedeckt sein. Sollte die Kohle nicht bereits nach 5 Minuten durchgeglüht sein, kippt ordentlich Brennspiritus drauf oder holt euch einen Fön. Sorgt für richtig Stress und zeigt wer der Boss in eurem Garten ist. </p>
<p><span class="number" style="color: gold;">10</span> Natürlich solltet ihr den besten und teuersten Grill besitzen. Die Fünf-Euro-Teile aus dem Supermarkt taugen gar nichts. Im wilden Westen hat man schließlich auch diese teuren Grill-Lokomotiven gehabt. Zudem machen billige Grills überhaupt keinen Eindruck auf die anwesenden Gäste. Selbstverständlich wollt ihr zeigen was ihr habt.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">11</span> Grillt nur und ausschließlich auf Holzkohle. Verweigert grundsätzlich jede andere Form des Grillens. Egal ob indirekt Grillen, Gas, Elektro, Backofen oder Pfanne sind keine geeigneten Grillmethoden.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">12</span> Legt auf den heißen Grillrost über die heißeste Stelle das Fleisch, damit die vielen Poren des Fleisches sich schließen. Das ist sehr wichtig, damit weniger Fleischsaft aus dem Fleisch tritt. Hierdurch setzt ihr physikalische Kräfte ausser Kraft.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">13</span> Zum Wenden des Fleisches dürft ihr nie und nimmer mit einer Gabel ins Fleisch stechen. Ihr bohrt damit ein Schlupfloch für die Flüssigkeit ins Fleisch! Schreit jeden, der das Fleisch mit einer Fleischgabel zerlöchert, hysterisch in Grund und Boden.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">14</span> Bevorzugt das ständige Begießen mit Bier oder Einpinseln mit Marinade &#8211; am besten direkt über der Glut um den &#8220;Grilleffekt&#8221; und mehr &#8220;Grillgeschmack&#8221; noch zu verstärken. Verschwendet hierbei keinen Gedanken an die umstehenden Gäste oder Nachbarn, die den Rauch einatmen. Schließlich sind wir alle doch Passiv-Raucher, wenn stört da schon, dass wir an einem solchen Grillabend den Rauch von rund 600 Zigaretten einatmen.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">15</span> Wenn Flammen aufschlagen, einfach wieder <span style="color: gold;">Regel 14</span> anwenden. Sollte die Kohle dadurch erlischen, dann werft einfach noch ein, zwei Grillanzünder in die Kohle oder kippt ordentlich Grillspiritus nach. Der Explosionsgefahr entgeht man, in dem man einfach zwei Schritte zurück tritt. Einen Deckel zum Ersticken der Flammen braucht ihr nicht, das ist sowieso Schwachsinn.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">16</span> Grillt immer über offenem Feuer und niemals indirekt. Das dauert zu lange und ist generell viel zu schwer. Außerdem schlagen die Kohlen dabei keine schönen Flammen, die das Fleisch mit garen und für die schöne schwarze Kruste sorgen.</p>
<p><span class="number" style="color: gold;">17</span> Und zu guter Letzt: Hört nicht auf andere. Ihr seid der Boss! Ende.</p>


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