…gehört ein Satz gute Messer
Noch zu Beginn unserer Kochleidenschaft haben wir mal jenes und mal dieses Messer gekauft, welches gerade bei bekannten Möbelhäuser und Discountern im Angebot war. Der Verschleiß war ziemlich hoch. Eine Tomate, Gurke, ein Stück Fleisch zu Geschnetzeltem verarbeitet und so war auch schon bald sense. Die Paprika ließ sich danach so gut wie gar nicht mehr vernünftig schneiden. Die Schärfe war einfach futsch. Nachschleifen? Fehlanzeige.
Qualität hat bekanntlich seinen Preis
Die ersten wirklich guten Messer, welche ihren (Marken)-Namen ansatzweise alle Ehre gemacht hatten waren jene, aus bekanntem Hause und entsprechenden Preis. Diese überlebten alle anderen bis heute und erfüllen nicht nur ihren Zwecks, sondern erbringen auch einen Dienst für den heimischen Hobbykoch, da sie Lebensmittel schneiden, statt zu zerquetschen. In der Januar-Ausgabe der Test hieß es auch, dass die besten Messer um die 60 bis 90€ kosten – aber auch günstige um die 20€ schnitten – im wahrsten Sinne des Wortes – vergleichsweise gut ab.
Was ist ein Koch ohne ein scharfes Messer?
A pro pos Hobbykoch: Man könnte mutmassen, dass die unzähligen Kochshows hierzulande, mit ihren unzähligen TV-Sterne-Köchen, eine Messerart gerade besonders beliebt gemacht haben: Die japanischen Kochmesser! Diese sind bekannt für Ihre unglaubliche Schärfe. Was wäre auch ein Koch für ein Koch ohne ein richtig scharfes Kochmesser? Nicht ohne Grund heißt es auf Englisch “chef’s knife” und auf Französisch “couteau du chef” – Chefmesser eben (Zitat aus test.de).
Wer die Schärfe seines Messers einmal austesten möchte, für den haben wir folgenden Test parat:
- Lege eine Tomate mit dem Strunk nach unten auf ein Schneidbrett
- Nun setzt man mit dem hinteren Ende der Schneidklinge auf der Tomate an
- Das Messer “balanciert” sozusagen auf der Tomate, wobei der Griff mit Zeigefinger und Daumen gehalten wird
- Ohne Druck auzuüben, zieht man nun das Messer über die Tomate
Testergebnis: Bei einem wirklich scharfen und gutem Messer sollte die Tomate nun vollständig halbiert worden sein und man versteht, was traditionelle Messerhersteller und “scharfe Messer” verstehen. Dieser Test soll auch verdeutlichen, dass scharfe Messer nur leicht, ohne Druck geführt werden. Mit einem gleitenden Schnitt sollen die Lebensmittel sauber durchtrennt werden. Scharfe Messer verhindern somit auch die Verletzungsgefahr, da ohne Druck oder quetschen geschnitten wird. Somit verhindert man ein abrutschen.
Die Seele eines Messers
Wir haben uns – gerade wegen der Schärfe – für die japanischen Messer entschieden und sind derzeit dabei uns ein Satz anzulegen. Ein zusätzlicher Grund war auch die Art und Weise, wie diese Messer nachgeschliffen werden müssen – was von vielen eher als aufwendiger Akt beschrieben wird, da der Schleifstein “eingeweicht” wird und die Messer ca. 10 Minuten lang geschliffen werden. Für uns hat das etwas sinnliches, da man sich mit der Klinge auseinander setzt und diese soll ja bekanntlich die Seele eines Messers sein.
Die erste Erfahrung die wir gemacht haben, war die, dass man nicht wirklich viele Messer braucht. Für die meisten Arbeiten in der Küche reicht ein Kochmesser. Hierfür lohnt sich eine höhere Investition um die 100€, aber für den Anfang reicht sicherlich ein preiswerteres. Empfehlenswert für den Einstieg mit japanischen Kochmessern (auch Santoku genannt) ist das Santoku-Messer von Chroma aus der Serie “Haiku Home”. Etwas teurer, dafür aber auch länger scharf ist das Santuko aus der “Haiku”-Serie. Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Die japanischen Messer gehören NICHT in die Spülmaschine und werden NICHT mit einem Wetzstahl geschliffen.
Wer mehr erfahren möchte, dem raten wir zu www.messerspezialist.de. Dort gibt es neben dem großen Angebot an europäischen und japanischen Messer in unterschiedlichen Preislagen, jede Menge an Zubehör und Informationen, wie zum Beispiel der Einkaufsberater – ein weiterer Tipp an dieser Stelle.
Für weitere Erfahrungen, Kritik oder ähnliches bitten wir um rege Diskussion! ;-)
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11 Kommentare
Mir ist heute eines meiner Keramikmesser runtergefallen :( Und natürlich kaputt… Aber sonst sind Keramikmesser echt gut ;)
Ich würde mir deswegen niemals ein Keramikmesser kaufen. Die sind so wahnsinnig empfindlich! Hab’ schon öfter gehört das die zwar ziemlich scharf sind, aber diese Empfindlichkeit… das ist nichts für mich!
Hi,
jaja, die Japanmesser. Ich hab damals mein erstes in die Spülmschine geschmissen, völlig unwissend über die Pflege dieser Dinge…und es war hin danach…Die Messer muss man wirklich behandeln wie rohe Eier, die Klingen brechen seeeehr leicht…
Liebe Grüsse
Oliver
Hi,
vielen Dank für den Beitrag zu den Messern. Eine gute Idee, sehr schön umgesetzt und ich finde ihn ausgesprochen informativ.
Und soeben habe ich mein Päckchen vom Messerspezialisten erhalten; ich beginne mal mit der preiswerteren Empfehlung, da ich noch keinerlei Erfahrung mit jap. Messern habe.
Ja, und so wie für die Messer hätte ich dann gerne auch Info’s zu Töpfen und Pfannen….. ;-).
Viele Grüße,
Claudi
Ja ja, das wäre eine gute Idee!
Also ich komme sehr gut mit den Messern, die ein großer, bekannter Kaffeeröster anbietet zurecht. Allerdings bin ich auch nicht wirklich ein Experte: Vor einiger Zeit war ich in einem Fachgeschäft, habe mir ziemlich teure Küchenmesser angeschaut, und mich mit der Frage blamiert, ob diese Messer denn auch spülmaschinentauglich seien. Im ganzen, sehr kleinen Laden – er war voll mit anscheinend semiprofessiollen Kundinnen (komischerweise nur Frauen) – brach daraufhin fast ein Aufruhr aus. Wie ich denn auf so eine Idee käme? Solche Messer dürften selbstverständlich nicht in die Spülmaschine!!!
Aber wie gesagt, die Messer des Kaffeerösters tun’s auch. Die spüle ich jetzt selbstverständlich auch von Hand ;-)
Ich hab von TCM auch ein Filetiermesser, das schneidet auch (noch) sehr gut. Ich denke, da wird jeder seinen Deckel finden ;-)
Ein gutes Küchenmesser kann man nicht einfach so online kaufen.
Man muß ‘live und in Farbe’ ausprobieren, ob ein bestimmtes Messer einem im wahrsten Sinne des Wortes ‘gut in der Hand liegt’ oder nicht. Wenn das nicht der Fall ist, nutzt einem die beste Klinge der Welt nichts. Ich komme z.B. mit den Haiku-Messern überhaupt nicht klar.
Drei Messer reichen als Minimalausstattung. Ein Kochmesser mit ~ 20 cm Klinge, ein Allzweckmesser mit ~ 10 cm Klinge und ein Brotmesser/’Konditorsäge’.
Dazu einen Keramikschleifstab und einen *guten* Wetzstahl (kostet fast soviel wie ein Messer) und man ist für fast alles gerüstet.
Natürlich kann man. Ob das sinnvoll ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Man kann auch das Messer im Geschäft “probieren” und online kaufen. Oder es ganz lassen.
thally schrieb:
> Natürlich kann man. Ob das sinnvoll ist oder nicht, steht auf einem anderen
> Blatt.
Was ziemlich genau das ist, was ich damit sagen wollte. ;-)
Das Haiku Damast Santoku kann ich auch nur empfehlen, benutze eigentlich kaum noch was anderes, abgesehen vom Brotmesser.