Bärlauch – Mit Rezepten für Bärlauchpesto und Bärlauchnudeln

Die Zeit eines der ersten Saisongemüse neigt sich schon wieder dem Ende entgegen. Langsam aber sicher hat der Spargel den Bärlauch aus der vermeintlichen Spitzenposition verdrängt. Allerdings steht in unseren Wäldern und Gärten noch soviel Bärlauch. Wohin nur damit bevor er jetzt so langsam anfängt zu blühen und im Geschmack mehr und mehr einbüßt? Aber das lässt sich ganz einfach beheben. Mit folgenden zwei Rezepten lässt sich der Überfluss an Bärlauch noch ein bisschen eindämmen.

Bärlauchpesto
für ca. 2 Gläser

  • 100 g Bärlauch
  • 100 g geschälte Mandeln/Pinienkerne
  • 1 Zitrone
  • 50 g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • 15 – 20 ml Olivenöl extra vergine

1 Los geht`s mit einem köstlichen Bärlauchpesto. Bei der Menge der Zutaten habe ich mich grob an dem Rezept von Lamiacucina orientiert. Allerdings heißt es hier selber probieren. Wer das Pesto als Aufstrich nutzen möchte, macht weniger Öl hinein. Oder gibt mehr Parmesan dazu. Wer`s flüssiger mag, gibt dem ganzen eben mehr Öl zu.

2 Die Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Zugabe von Öl rösten. Den Bärlauch ein wenig klein schneiden, gleiches gilt dem Parmesan. Die Zitrone ausdrücken. Alle Zutaten nun zusammen gründlich mit dem Pürierstab bearbeiten. Das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken und in penibel gereinigte Gläser abfüllen. Zum Schluss mit Olivenöl bedecken, denn das erhöht die Haltbarkeit.

3 Das Pesto nun entweder als Brotaufstrich verwenden oder einfach mit frisch gekochten Nudeln vermengen und verzehren.

Bärlauchnudeln
für ca. 700 g

  • 270 g Weizenmehl
  • 270 g Hartweizenmehl
  • 5 Eier
  • 150 g Bärlauch

Noch Bärlauch übrig? Dann einmal Bärlauchnudeln bitte.

1 Da ich pünktlich zu Beginn der Bärlauchsaison eine Nudelmaschine von Delta Werk Kern bekommen habe, musste ich diese spontan entstandene Idee direkt umsetzen. Der Nudelteig lässt sich zwar auch mit Nudelholz und Muskelkraft anfertigen. Aber das Maschinchen hat nach nicht mal 4 Wochen schon einen festen Bestand in der Küche und ist kaum mehr hinweg zu denken.

2 Aber erstmal zum Teig: Im Grunde ein stinknormaler Nudelteig. Wer will, nimmt nur Weizenmehl. Mit der Beimischung von Hartweizenmehl bekommt man allerdings die Nudeln “al dente” hin. 500 g vom Mehl und die Eier nun gut miteinander vermischen und solange kneten bis man einen schönen gleichmäßigen Teig hat.

3 Den inzwischen gewaschenen Bärlauch gut abschütteln, pürieren und zum Teig hinzugeben. Und weiter gut kneten. Da der Bärlauch dem Teig noch weiter Flüssigkeit hinzufügt und der Teig so zu flüssig werden wird, einfach noch ein bisschen Mehl nachgeben. So lange fortsetzen bis der Teig eine schöne gleichmäßige Masse hat und nicht an den Händen kleben bleibt.

4 Den Teig nun step by step durch die Nudelmaschine jagen bis er die gewünschte Dicke hat. Anschließend zur gewünschten Form verarbeiten. Als kleine Inspiration: Ich habe daraus Bandnudeln mit geriffeltem Rand gemacht.

5 Die Nudeln sodann entweder direkt al dente kochen und zusammen mit Speck und frischen Tomaten in der Pfanne schwenken und anschließend genießen. Oder trocknen und später genießen. Hier bin ich allerdings noch auf der Suche nach der richtigen Vorgehensweise. Die Nudeln auf dem Wäscheständer aufzuhängen, ist zwar machbar, aber so richtig bewährt hat es sich nicht, da die Nudeln nach ein paar Stunden teilweise abgebrochen und runtergefallen sind. Mit dem Dörrgerät hat es ganz gut funktioniert. Die Nudeln auf Küchentüchern zu stapeln, soll wohl auch funktionieren. Allerdings dauert es da natürlich länger. 3 Tage sollte man den Nudeln schon geben, damit sie trocken genug und damit auch länger haltbar sind. Die getrockneten Bärlauchnudeln sind schön verpackt im Übrigen eine wunderbare Geschenkidee.

Bekannt ist es ja, dass der Bärlauch ein recht intensiv riechendes Kraut ist. Wer im Wald schon den charakteristischen Geruch wahrgenommen hat, kennt das. Daher darf man sich allerdings auch nicht wundern, wenn nach oben aufgezeigten Zubereitungsmöglichkeiten die Küche/Wohnung in den kommenden Tag ein ebenso intensives Bärlaucharoma verströmt. Aber es lässt sich aushalten.

Insofern: Viel Spaß bei der Zubereitung und dem anschließenden Gaumenschmauß.

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