Tiroler Spinatknödel

Unsere österreichischen Nachbarn sind ja für so einiges bekannt. Fangen wir mit etwas an, was ihnen nicht so liegt: Der Fußball. Dafür sind sie mit zwei Brettern an den Füßen nahezu unschlagbar, sei es beim Abfahrtslauf oder beim Skispringen usw. Und was können sie noch besser? Die Schlagworte Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn beantworten diese Frage ohne Zweifel.
Da ich seither von den Bergen fasziniert bin, im Sommer zum Wandern und Bergsteigen und im Winter zum Snowboarden in die Alpen fahre und es ohnehin nicht sonderlich weit ist, komme ich auch oft in den Genuss der dortigen Köstlichkeiten. Im vergangenen Sommer haben wir ein paar Tage den Wilden Kaiser durchquert. Nachdem wir am letzten Tag schon über 8 Stunden unterwegs waren und keine Lust mehr hatten, zum Auto abzusteigen, haben wir beschlossen noch eine Nacht im Anton-Karg-Haus (Hinterbärenbad) zu verbringen. Eine wunderschöne Hütte im Kaisertal umgeben von den Gipfeln des Zahmen Kaisers im Norden und den schroffen Gipfeln des Wilden Kaisers im Süden. Und so bin ich am Abend zum ersten Mal in den Genuss der Tiroler Spinatknödel gekommen, die ich nun hier endlich mal versucht habe, nachzukochen. Und sie sind recht gut gelungen, würde ich behaupten! Das ganze funktioniert übrigens nicht nur als Beilage, sondern auch als völlig eigenständiges Gericht.

Zutaten
für ca. 4 Knödel

  • 4 alte Brötchen
  • 500 g Blattspinat
  • 50 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 60 – 80 g Bergkäse od. Parmesan
  • 3 EL Butter
  • 3 Walnüsse

Die Mengenangaben sind nicht sonderlich genau, da ich das mehr oder weniger “Frei Schnauze” gemacht habe. Hat gepasst und dürfte so ungefähr hinkommen.

1 Die alten Brötchen in kleine Würfel zerkleinern und in einer Schüssel mit der heißen Milch aufquellen lassen. Das ganze dauert locker 10 Minuten.

2 In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in der Pfanne in Butter andünsten. Den Spinat von seinen dicken Stengeln befreien und waschen. Trockenschütteln und in die Pfanne geben. Der Spinat zerfällt dann nach und nach. Ich habe ihn dann mit einem Holzlöffel noch ein bisschen zerkleinert.

3 Die Spinatmasse nun zu der Brötchenmasse geben. Die Eier dazugeben und 3/4 des geriebenen Bergkäses. Das ganze richtig gut durchmengen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Den Teig am besten 30 Minuten ruhen und durchziehen lassen. Länger schadet dem ganzen sicherlich auch nicht.

4 Nun mit angefeuchteten Händen die Knödel behutsam in Form bringen. Die Knödel nun im siedenden, nicht kochenden, leicht gesalzenen Wasser ca. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Kurz bevor sie fertig sind, die Butter zum Schmelzen bringen und die Walnüsse zerkleinern.

5 Die fertigen Knödel zusammen mit einem Esslöffel der Butter, darüber gestreuten Walnusskernen und dem Rest der Parmesan-Hobel servieren.

Lasst es euch schmecken und ein Stück Österreich nach Hause holen. Wem das nicht reicht, probiert es am besten im anstehenden Winter- oder Sommerurlaub im Original. Denn den Bergblick kann der schönste Spinatknödel leider nicht liefern.

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11 Kommentare

  1. Erstellt am 2. Februar 2012 um 11:00 | Permanent-Link

    die sehen ja gut aus, die werde ich mal nachkochen, Rinderrouladen schon besorgt, das passt.
    LG Monika

  2. Erstellt am 2. Februar 2012 um 11:33 | Permanent-Link

    Die sehen ja super aus. Ich bin ein echter Fan der österreichischen Gestfreundschaft und auch der österreichischen Küche. Die Idee von Monika mit den Roladen ist auch gut. Muss ich mal probieren.

    LG Benjamin

  3. Erstellt am 10. Februar 2012 um 15:22 | Permanent-Link

    Spinatknödel ist eine der besten österreichischen Speisen die ich kenne… danke für das Rezept!

  4. Erstellt am 10. Februar 2012 um 17:07 | Permanent-Link

    hallo, wie ich am 2. Februar geschrieben habe, sind mir die Spinatknödel mit den Rinderrouladen sehr gut gelungen. Meine Gäste haben mich sehr gelobt.
    Also nachkochen, kann ich nur empfehlen
    LG Monika

  5. Erstellt am 19. Februar 2012 um 12:46 | Permanent-Link

    Dieses Rezept wird, sobald es frischen Spinat im Garten gibt, nachgekocht. Freu mich jetzt schon drauf =)
    Liebe Grüße
    Kathrin

  6. Erstellt am 25. Februar 2012 um 21:05 | Permanent-Link

    Freut mich, dass es euch schmeckt. Ich muss sagen, dass ich die Knödel bisher nicht als Beilage gegessen habe. Bei zwei Knödeln war ich bisher immer so richtig satt.
    Was sich ganz gut als Sauce dazu macht, ist eine Gorgonzola-Sauce. Habe das kürzlich auf einer Hütte gegessen, allerdings wurden die Spinatknödel in der Sauce ertränkt. Das war definitiv zu viel. Und die Knödel waren auch nicht gut!

  7. Benedikt
    Erstellt am 28. Februar 2012 um 12:39 | Permanent-Link

    Super Tipp. Endlich mal eine Alternative zu meinem gelieben Semmelknödeln. Ich hoffe nur sie zerfallen mir nicht!

  8. Erstellt am 28. Februar 2012 um 12:41 | Permanent-Link

    Das Wasser darf nicht kochen. Die Knödel einfach nur ziehen lassen. Und wenn sie “zu flüssig” erscheinen noch einfach noch altes Brötchen mit in den Teig mengen.

  9. effe
    Erstellt am 22. März 2012 um 11:42 | Permanent-Link

    Hi,

    ich hab grad nach Rezepten gesucht um meinen Blattspinat zu “verbraten”. Es sollte eigentlich was resteessenmäßiges werden. Dann bin ich über das Rezept gestolpert und nun habt ihr mich davor bewahrt Resteessen zu veranstalten. Danke :-)

  10. Erstellt am 29. März 2012 um 15:04 | Permanent-Link

    Oh ja, das sieht ja echt lecker aus. Hab ich so noch nie gesehen! Ist das eine Eigenkreation? Ich glaube das i-Tüpfelchen ist dann echt der Parmesankäse obendrauf. Hmm.. da bekommt man gleich Hunger!

  11. Erstellt am 13. Februar 2013 um 12:37 | Permanent-Link

    Erst jetzt entdeckt einfach nur sehr lecker und auch ein so schon vollwertiges Vegetarisches Gericht .. weiter so

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