Während wir in den letzten Tagen an der Küchennotiz “Pasta e Basta” geschrieben haben, sind wir wieder auf diesen Pasta-Klassiker aufmerksam geworden. Er gehört mitunter zu den einfachsten und besten Gerichten der Pasta-Küche. Wir sind der Meinung, dass man dieses Gericht aus dem eff eff zaubern können muss und zwar ohne ins Rezept zu schauen! Wir liefern eine kleine Übungsvorlage.

Zwar ranken sich auch zum Ursprung dieses Gerichts mehrere Versionen. Jede davon hat ihren Reiz, aber wir möchten dass heute mal nicht näher erläutern. Wichtig ist, dass die originalen Spaghetti alla Carbonara gänzlich ohne Sahne hergestellt werden. Man benötigt neben einer ordentlichen Portion Pasta, Eier, Käse, Speck und Pfeffer.

Es gibt eine kleine Faustregel, die hilft dieses Rezept zu verinnerlichen; Pro Portion Pasta (also ca. 125 – 150 Gramm) kommt ein Ei und eine halbe Tasse/Handvoll Parmesan und ebenso viel Speck. Wir fahren mit dieser Regel sehr gut – mehr als gut und würden nie von dieser Regel abweichen. Lediglich um es eventuell zu variieren, aber das sind es eben auch keine Spaghetti alla Carbonara mehr. So einfach ist das.
für 2 Personen
- 250 – 300 gr. Spaghetti (oder Linguine, Bavette, Tagliatelle)
- 2 große Eier (L)
- 1 Handvoll durchwachsener Speck
- 1 Handvoll Parmesan
- Pfeffer aus der Mühle
- Salz und etwas Butter o.ä.
1 Mindestens 3 Liter (Salz-)Wasser zum kochen bringen und die Pasta wie auf der Verpackung angegeben darin aldente kochen.
2 Nachdem das Wasser aufgesetzt wurde, den Speck in hauchdünne Streifen schneiden. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze die Butter zerlassen und den Speck darin sanft ausbraten. Pfanne vom Herd nehmen und beiseite stellen.
3 Eier mit ca. 2/3 des Parmesan, ca. 6 EL Nudelwasser und Pfeffer gut verrühren.
4 Pasta abgießen (nicht abschrecken) und in der Pfanne mit dem Speck schwenken. Das gibt volle Aroma. Anschließend unter Rühren die Eier mit den Nudeln vermengen, bis die Sauce komplett eingedickt ist. Die Pfanne darf nicht mehr zu heiß sein, sonst stocken die Eier.
5 Mit etwas Pfeffer und Parmesan servieren.



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11 Kommentare
“sind wir wieder auf diesen Pasta-Klassiker aufmerksam geworden”: Ich auch, danke !
Ich hab irgendwann mal gesehen, dass das Original-Original-Rezept mit einem Schüsschen Sahne und Pancetta gemacht wird, mit den richtig fetten Teilen davon ;D
Ich persönlich bevorzuge den nahezu fettfreien Würfelspeck, verwende ausserdem nur das Eigelb (2 Eigelb auf 200 g Sahne), denn ich mag es lieber mit Sahne – ist dann zwar nicht mehr Original, schmeckt mir aber besser.
ganz fein gehackte Zwiebel und Knoblauch gehört für mich auch dazu ;)
@robert: wie passend, den wir sind durch dich neulich darauf gekommen ;-)
@rari: stimmt pancetta müsste es sein, um das original zu vollenden. ansonsten macht es jeder wie er es mag :-)
Einer der ewigen Spaghetti-Klassiker. Sieht klasse aus!
Einer der ewigen Guten; nur neulich nicht, das Ei wurde nicht zähflüssig, sondern blieb flüssig… Okay, Rocky verputzt die Eier auch roh! ;-)
Oh mein gott, das Speckbild macht mich fertig….
Warum nur?
Eine Prise Muskat tut dem ganzen auch gut. Und ich nehme auch nur das Eigelb.
Die Version mit Sahne wird im Übrigen oft als “deutsche Carbonara” bezeichnet. Ich bin allerdings kein Fan davon…
klingt super, wobei ich gerne wissen würde wieviel eine handvoll parmesan ist?
Hab es schon ohne Eigelb versucht und mit, es wird flockig. Mit rahm gibts zwar keine flocken, aber die spaghetti verkleben. Ich weiss es auch nicht was ich falsch mache. Hilfe…
@Ilayda: Wenn das Ei flockig wird, liegt es daran, dass irgendwas noch zu heiß ist. Wie gesagt, darf die Pfanne nicht mehr zu heiß sein. Ich mache es deswegen immer außerhalb von der Pfanne und bei mir ist das Ei noch nie gestockt. Lass die Nudeln kurz abtropfen und ein klein wenig runterkühlen und gib sie dann erst in die Pfanne und dem Ei. Oder reduziere vorm Abschütten der Nudeln einfach schonmal die Hitze der Pfanne.