Pici

Pici

Neulich hatten wir uns an “toskanische Pici” versucht, was eigentlich gar nicht so recht hingehauen hat. Das Rezept bzw. die Anleitung stammte aus Jamie Olivers Kochbuch “Genial italienisch” und mittlerweile bezweifeln wir, dass selbst Jamie himself, bei seinem Besuch auf dem toskanischen Hof die Pici Nonna-like gerollt hat. Perfekt gelungen dagegen, ist die Pici-Anleitung von Lamiacucina. Es erfordert zwar ein wenig “fingerspitzengefühl” und Übung, um gleichmäßig dicke Pici zu rollen, aber man hat den “Dreh” ziemlich fix raus.

Pici Nicht nur die Technik ist einfach, auch geschmacklich dem anderen weit voraus. Da ist der zeitliche Aufwand (für ca. 450 Gramm Teig, haben wir gute zwei Stunden gerollt) schnell vergessen. Wir würden es immer wieder tun! Pünktlich zu unserem Vorhaben kam an diesem Tage eine Lieferung von gourmondo.de ins Haus – wir hatten uns italienischen gemahlenen Hartweizengries bestellt, welche sich ausgezeichnet für die Herstellung von Pasta eignet.

ca. 3 Stunden zzgl. Ruhezeit für Fortgeschrittene
Zutaten
für etwas mehr als 2 Personen
  • 300 gr. gemahlener Hartweizengries
  • 180 ml klares Wasser
  • 1 TL Meersalz
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Eigelb (Frisch & Bio)

1 Die Herstellung des Teigs ist recht einfach; Wasser, Eigelb, Salz und Öl wird in einer Schüssel mit dem Schneebesen zu einer Art “Emulsion” verrührt. Anschließend wird die Emulsion nach und nach mit dem Mehl verknetet, bis ein elastischer und weicher Teig entstanden ist.

2 In einer Frischhaltefolie gewickelt sollte der Teig bei Raumtemperatur ca. 1 Stunde ruhen und anschließend über Nacht im Kühlschrank “reifen”.

3 Wenn der Teig verarbeitet wird, sollte der Teig ruhig leicht klebrig sein, aber nicht gänzlich an den Händen oder der Arbeitsfläche festkleben. Vom Teigstück ca. 1/4 abschneiden und zu einer 1 cm dicken Wurst rollen und diese in 1 cm breite Stücke schneiden. Diese Stücke nun zuerst mit der flachen Hand etwas dünner rollen und anschließend mit den Fingerspitzen beider Hände mit leichten Druck seitwärts zu einem ca. 20 cm langen und 2 – 3 mm dicken spaghetto rollen. Wichtig ist, dass die Arbeitsfläche frei von Mehl oder Gries ist.

4 Die gerollten Pici sofort mit Hartweizengriess bemehlen und auf ein mit Griess bestreutes Backblech legen.

5 Gekocht werden die Pici wie herkömmliche Pasta auch; Auf 100 Gramm Pasta wird 1 Liter kochendes Wasser und 1 gestrichener TL Salz benötigt. Al dente werden Sie je nach dicke nach 4 – 5 Minuten kochen.

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4 Kommentare

  1. Erstellt am 20. Dezember 2007 um 10:36 | Permanent-Link

    Ui. Das sieht lecker aus. Ich verwende auch nur noch Hartweizengries für selbstgemachte Pasta – viel besser als normales Weizenmehl. Das hier wird sicher bald mal nachgekocht!

  2. Erstellt am 20. Dezember 2007 um 11:22 | Permanent-Link

    Pasta aus Mehl und Eiern hat mich geschmacklich immer an Spätzle errinnert – gut, aber halt nicht an “richtige” Pasta.

  3. Erstellt am 22. Dezember 2007 um 21:21 | Permanent-Link

    das freut mich dass sie gelungen sind ! Mittlerweile bin ich wieder etwas gescheiter: die Pici lassen sich viel besser und problemloser in die Länge ziehen, wenn der Teig am Anfang ausschliesslich in die gleiche Richtung ausgewallt wird. Also: ausrollen, zusammenklappen, in gleicher Richtung ausrollen, etc. Nach der Ruhezeit werden Streifen in der Ausrollrichtung geschnitten und diese dann von Hand zu Pici gerollt. So ähnlich machen auch die Chinesen ihre Nudeln, nur dass sie den Teig eine Stunde lang in dieser Weise traktieren, wozu mir aber die Geduld fehlt, bin ja auch kein Chinese :-)

  4. Svante
    Erstellt am 2. Oktober 2008 um 23:56 | Permanent-Link

    Ich bin auch mit Anleitung von Jamie Oliver nicht klargekommen. Aber man kann die Pici auch so rollen und sie sind sehr lecker. Alledings muß man kein Ei oder Eigelb verwenden. Es reicht einfach Hartweizenmehl (wie auf dem Bild zu sehen) und Wasser zu nehmen. Oder halb Hartweizenmehl und halb anderes Mehl (oder Dinkelmehl oder Vollkornmehl), hier kann man vieles ausprobieren. Alles sehr lecker!

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