Mein perfektes Chili

Mein perfektes Chili con Carne

Es gibt wohl kein anderes Gericht auf der Welt, worüber so viel diskutiert wird und welches die meisten Familienkrisen auslöst: Das Chili con carne. Vermutlich began die Diskussion um die beste Zubereitung an dem Tag, an dem ein zweiter Mann das zweite Mal Fleisch mit Chilischoten gemischt hat. Und die Diskussion ist vielseitig: Wo hat es seinen Ursprung? Welche Chilischoten sind die Geeignesten? Welches Fleisch ist das Beste? Muss ein Chili suppig oder fest sein? Welche Gewürze gehören in ein vernünftiges Chili? Isst man es mit Brot oder Tortilla-Chips? Und mit Sicherheit habe ich jetzt nur einen Bruchteil der Diskussionspunkte aufgezählt.

Heute stand ich sinnierend am Herd und kochte mein Chili. Und wie so oft fange ich anschließend an zu recherchieren – vorzugsweise bei Wikipedia. Dort bin ich auf den amüsantesten und zugleich schwierigsten Text gestoßen, den ich je gelesen habe: Nobody Knows More About Chili Than I Do von H. Allen Smith, selbsternannter Meister des Chilis. Vermutlich ebenso ein guter Diskussionspunkt. Und sein perfektes Chili geht so:

Get three pounds of chuck, coarse ground. Brown it in an iron kettle. (If you don’t have an iron kettle you are not civilized. Go out and get one.) Chop two or three medium-sized onions and one bell pepper and add to the browned meat. Crush or mince one or two cloves of garlic and throw into the pot, then add about half a teaspoon of oregano and a quarter teaspoon of cumin seed. (You can get cumin seed in the supermarket nowadays.) Now add two small cans tomato paste; if you prefer canned tomatoes of fresh tomatoes, put them through a colander. Add about a quart of water. Salt liberally and grind in some black pepper and, for a starter, two or three tablespoons of chili powder. (Some of us use chile pods, but chile powder is just as good.) Simmer for an hour and a half or longer, then add your beans. Pinto beans are best, but if they not available, canned kidney beans will do – two 15-17 oz. cans will be adequate. Simmer another half hour. Throughout the cooking, do some testing from time to time and, as the Gourmet Cookbook puts it, “correct seasoning.” When you’ve got it right , let it set for several hours. Later you may heat it up as much as you want and put the remainder in the refrigerator. It will taste better the second day, still better the third, and absolutely superb the fourth. You can’t even begin to imagine the delights in store for you one week later.

Mein perfektes Chili muss scharf, suppig, fruchtig und warm sein – nicht heiß. So scharf, dass ich zum Verzehr Milch und Brot BRAUCHE, um die Schärfe im Gaumen zu dämmen. So suppig, dass ich ein Löffel UND wiederrum Brot brauche. Ich gebe kein Wasser hinzu, wie im obigen Rezept, sondern ein helles Bier.

Absolute no-gos: Mais, keine Bohnen, kein Rind, keine Chilis und das Chili nicht setzen lassen.

Notiz: Der Artikel wurde in der Ich-Form verfasst, da Tine das Wochenende wieder in die Heimat gefahren ist und Thally alleine vor dem Herd stand. Deswegen gibt es auch keine Fotos, weil Schatz die Fotokamera mit genommen hat ;-)

Diesen Artikel bookmarken bei...
  • Print this article!
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Technorati
  • Twitter
  • RSS

Ähnliche Rezepte, Artikel oder Beiträge

  1. Chili con Carne
  2. Mein Mittagessen

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in rezepte und getagged , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

6 Kommentare

  1. Erstellt am 25. April 2007 um 23:52 | Permanent-Link

    Ich sag’s mal so: So lange man das Chili con Carne nicht zum Chili con Cane* macht, ist es doch wohl egal ;-)

    Ich mache Chili con Carne auch so wie in dem Artikel beschrieben, allerdings wie du mit Bier und zusätzlich ein bis zwei TL Kakao-Pulver. Das gibt eine klasse Farbe und außerdem passen Chili und Kakao sehr gut zusammen.

    Ich habe neulich übrigens im TV eine Sendung gesehen, in der einer behauptet hat, dass Chili so entstanden sei, dass die Texaner (CCC ist wohlgemerkt nicht Mexikanisch) Fleisch durch die Zugabe von viel Chili haltbar machen wollten. Chili enthält Capsicoide und die konservieren.

    Mythos oder Wahrheit? Keine Ahnung. CCC ist jedenfalls eines meiner Lieblingsessen.

    * il can = der Hund

  2. Erstellt am 26. April 2007 um 07:08 | Permanent-Link

    Klasse Idee mit dem Kakao-Pulver – eigentlich. Ich frage mich, ob dadurch dann nicht die Schärfe ein Stück weit wieder neutralisiert wird?

    Das mit der Haltbarkeit und der Entstehung des Chili con carne hab ich auch schon öfter wo gelesen. Nicht zuletzt hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Chili_con_Carne

    Immer wieder eine gute Referenz!

  3. Erstellt am 26. April 2007 um 07:52 | Permanent-Link

    Nein, das nicht. Und selbst wenn, kann man ja noch eine Chili mehr in das con Carne hauen ;-) Das Kakao-Pulver gibt nur einen leicht bitteren Geschmack; der nimmt so ein bisschen was vom Fruchtigen der Tomaten. Aber ich finde, dass das ganze so sehr harmonisch schmeckt.

  4. Erstellt am 26. April 2007 um 11:55 | Permanent-Link

    Okay! Das werde beim nächsten Mal ausprobieren und bescheid geben wie es war!

  5. Bella
    Erstellt am 10. Juli 2007 um 21:27 | Permanent-Link

    Eure Seite und die Rezepte sind alle super; werde demnächst mal mit “nachkochen” und “nachbacken” anfangen…
    Aber kann mir mal jemand das Chili-Rezept übersetzen ;-(((

    Thanks and best wishes!

  6. Erstellt am 12. Juli 2007 um 09:57 | Permanent-Link

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Subscribe without commenting