Mach’s nochmal: Steaks!

Gut, wir sind in den knappen 4 Jahren unseres Koch-und-Blog-Schreibling-Daseins nicht gerade die fleißigsten, was das Ablichten, Entwickeln und Beschreiben unserer Speisen angeht. Doch rein hypothetisch betrachtet – wenn dem so wäre, dann würden Rezepte mit dem Schlagwort “Steak” schätzungsweise gute 50% des gesamten Angebots auf diesen Seiten ausmachen. Das wir ziemlich oft Steaks essen, hat aber auch einen plausiblen Grund; Wie an der einen oder anderen Stelle schon erklärt, ist es gar nicht sooo schwer und für nach einem langen, stressigen Arbeitstag genau das Richtige.

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Das einzige was sich bei Steaks recht schwierig gestaltet, ist eine passende Beilage zu finden. Heute war es allerdings andersrum: Wir hatten die Beilage schon im Kopf und somit fiel die Entscheidung leicht: Heute gibt es Steaks! Mit Rucola-Tomaten-Salat und geschmorten Zwiebeln.

Das tolle an Steaks ist eigentlich, dass man eben nicht die ausgefallensten Beilagen benötigt, um es schmackhaft zu haben oder hübsch anzurichten. Es ist doch gerade gut, den puren Fleischgeschmack zu erhalten und nicht durch Krusten, Pürrees oder Saucen zu unterdrücken. Das ist ähnlich wie bei Pasta, die leckersten Rezepte sind puristisch gehalten – ob mit Pesto, Aglio e Olio oder kalten Tomatenstückchen. Wichtig ist halt, dass das Fleisch von guter Qualität ist und so gegart wird, wie man es am liebsten mag. Dazu haben wir weiter unten die verschiedenen Garstufen mit der entsprechenden Garzeit aufgeführt.

Der Rucola-Tomaten-Salat mit den geschmorten Zwiebeln ist recht vielfältig und ergänzt sich super zu dem zarten und saftigen Steak. Nussig, durch den Rucola, etwas Säure durch die Tomaten, welche wiederum durch die leicht karamelisierten Zwiebeln gemindert wurde. Dazu ein kräftig würziger Geschmack durch den 36 monatelang gereiften Parmesan. Mit etwas Öl, Essig, Salz und Pfeffer abgerundet. Perfekt!

So nun nochmal zur grundlegenden Zubereitung der Steaks:

  1. gutes, abgehangenes Rindfleisch vom Metzger besorgen
  2. Steaks 30 Minuten bis eine Stunde Raumtemperatur annehmen lassen
  3. vorher NICHT würzen, wenn überhaupt, nur leicht einölen
  4. Pfanne stark erhitzen (am Besten eignet sich Gusseisen)
  5. Steak in der Pfanne wie unten angegeben je nach gewünschter Garzeit anbraten
  6. ca. 5 Minuten in Alufolie einschlagen und ruhen lassen
  7. mit Salz und Pfeffer würzen
Bezeichnungen der Garstufen in verschiedenen Sprachen
Garstufe Zeit* Deutsch Englisch Französisch
roh 1 blau, roh very rare, raw bleu
Kern roh 1 ½ blutig rare saignant
innerer Kern roh 2 englisch medium rare
halb durchgebraten 3 rosa medium rosé
fast durchgebraten 3 ½ halbrosa medium well à point
durchgebraten 5 durch(gebraten) well done bien cuit

* Angaben in Minuten pro Zeit bezogen auf ein Rumpsteak von ca. 200 – 250 Gramm mit anschließender 5-minütiger Ruhezeit. Die angegebenen Zeiten können abweichen.

Zutaten
für 2 Personen
  • 2 Steaks a 200 gr.
  • 1 Bund frischer Rucola
  • 250 gr. Cherry-Tomaten
  • 2 rote Zwiebeln
  • ein kleines Stück Parmesan
  • Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Senf, Zucker

1 Zwiebeln schälen, halbieren und die Hälften vierteln. In einer heißen Pfanne mit etwas Olivenöl andünsten. Anschließend eine gute Prise Zucker drüber streuen und karamelisieren lassen. Dann die Hitze reduzieren und anschmoren lassen.

2 In der Zwischenzeit den Salat waschen und trocken schleudern. Tomaten ebenso waschen und vierteln.

3 Für das Dressing 3 EL Essig mit etwas Salz, Pfeffer, einen halben Teelöffel Senf und einer Prise Zucker (gerne auch einen TL Honig) verrühren. Das geht natürlich am besten mit einem Schneebesen. Anschließend ebenfalls 3 EL Olivenöl langsam aber stetig in einem dünnen Strahl zum Essig giesen und dabei verrühren. Es entsteht ein sämiges Dressing. Dieses mit dem Salat und den Tomaten vermischen.

4 Die Steaks wie oben beschrieben anbraten und mit Salat, Zwiebeln und Parmesan anrichten.

Immer wieder die alte Leier!

Wir bekommen aus dem engeren und entfernteren Bekanntenkreis immer wieder zu hören, dass es doch ziemlich schnurzpiepegal ist, ob das Rumpsteak nun von einem Rind stammt, welches sein ganzes Leben im Stahl oder die meiste Zeit auf der Wiese verbracht hat. Nochmal: NEIN, es ist nicht egal. Zwischen der Qualität des Fleisches und der tierischen Haltung besteht ein kausaler Zusammenhang. Je artgerechter das Tier gehalten wurde, desto besser das Fleisch. Tut euch selbst und den Tieren einen gefallen und geht verantwortungsvoller mit den Nahrungsmitteln um.

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6 Kommentare

  1. Erstellt am 3. Dezember 2009 um 19:41 | Permanent-Link

    hach, das macht Appetit!

  2. Erstellt am 4. Dezember 2009 um 17:49 | Permanent-Link

    Nur zu! ;-)

  3. Erstellt am 5. Dezember 2009 um 22:42 | Permanent-Link

    Ich habe mir gestern eine ganze Steakseite am Stück gekauft und in richtig schön dicke Stücke geschnitten. Ich steh total auf Steaks. Und ja, was ist einfacher und belohnender als ein feines Steak am Ende des Tages? Nix.

  4. Erstellt am 6. Dezember 2009 um 15:10 | Permanent-Link

    Genau!

  5. Erstellt am 17. Dezember 2009 um 17:01 | Permanent-Link

    Ich habe das Menü nach der Anleitung gestaltet.
    Laut 6 Personen ein vorzügliches Gericht.
    Vielen Dank dafür!

  6. Erstellt am 17. Dezember 2009 um 20:11 | Permanent-Link

    Ist doch gut, super gemacht ;-)

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