Ich glaub, ich seh rot: Gin Basil Smash

Ich glaub, ich seh rot: Gin Basil Smash
Ich glaub, ich seh rot: Gin Basil Smash

Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass dem Gin die Gunst der Stunde gehört. Vom Nischengetränk, das er vor ein paar Jahren noch war, hat er sich heute zum Dauerbrenner entwickelt. Und zum Gesprächsthema. „Hast du schon den neuen Gin probiert?“ – „Ist das etwa schon wieder ein deutscher?“ – „Welches Tonic nimmst du denn dazu?“ – „Ist dir das Schweppes nicht zu bitter?“ Fragen über Fragen, die wir alle schon so gehört haben. Denn Gin ist noch gar nicht so lange in aller Munde. Wo früher der altehrwürdige Hendrick`s Gin das Maß der Dinge war, drängen heute andere Marken mehr und mehr in den Vordergrund und der neue Gin-Kenner wagt auch mal neue Experimente statt immer nur ein einfaches Tonic drüber zu kippen. Bestes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist der Gin Basil Smash, der hier in einer roten Variante serviert werden soll. 

Vor allem Gins aus Deutschland vermehren sich in den letzten Jahren und Monaten geradezu exorbitant. Wo vor Jahren immer mal ein neuer Gin die Welt erblickte, scheint es, als wird heute alle zwei Wochen ein neuer deutscher Gin auf den Markt geschmissen. Warum das so ist? Die heimischen Destillerien, die seit Jahr und Tag ihre typischen Obstbrände und Kräuterliköre brennen, wittern das große Geschäft und versuchen so noch schnell auf den Gin-Zug aufzuspringen. Dabei ist ein Gin im Gegensatz zum Whisky oder Rum, die beide erst nach jahrelangem Lagern ihren fertigen Geschmack erreichen, relativ schnell und einfach hergestellt. Mal landen mehr, mal landen weniger Zutaten im Brennkessel. Und wahrscheinlich ist in den Gins dieser Welt schon jedes noch so (un)erdenkliche Kraut gelandet. Und so wachsen und gedeihen die Gin-Regale geradezu prächtig bis der Gin vom nächsten Trend abgelöst wird.

Einer meiner absoluten Lieblingscocktails ist der Gin Basil Smash, den ich in einer leicht abgewandelten Version vorstellen möchte. Wirklich neu ist er freilich nicht und schon lange vor dem Gin-Hype hat ihn der Hamburger Barkeeper Jörg Meyer im Jahr 2008 erfunden. Seine herrliche Frische, sein Mix aus leichter Süße des Zuckerlikörs, leichter Säure der Zitrone und der Herbe des Basilikums und einem weichen, für mich nicht zu wacholderlastigen Gins machen ihn zum perfekten Sommergetränk. Und wenn der Sommer vor der Tür schon auf sich warten lässt, mach ich ihn mir eben einfach selber.

Zutaten

  • 6 cl Gin
  • 2 cl Zuckersirup
  • 2 cl Zitronensaft
  • 12 Blätter rotes Basilikum
  • Eiswürfel

1 Statt dem üblicherweise grünen Basilikum setze ich heute mal auf rotes Basilikum. Bei dem sind die Blätter in der Regel etwas kleiner, weshalb ein paar Blätter mehr als vom grünen in den Shaker wandern. Die werden mit einem Stössel etwas angedrückt.

2 Dazu gesellen sich nun Zuckersirup, frisch gepresster Zitronensaft, Gin und Eiswürfel. Der Farbe und des Geschmacks Willen landet heute der milde Pink Gin von The Bitter Truth, einer Destillerie vor den Toren Münchens, mit im Shaker. Alles gut shaken und über ein feines Sieb in ein mit Eiswürfeln gefülltes und mit Zitronenschale garniertes Tumbler-Glas abseihen. Strohhalm rein. Genießen.

Wow, wie ich es liebe. Scheiß auf`s Wetter. Wer braucht schon Sonnenschein für einen guten Drink?

Last but not least noch ein kleiner Tipp für alle Food- und Lifestyleblogger: Vidamo.de veranstaltet aktuell ein kleines Gewinnspiel, bei dem ihr eine Flasche Gin eurer Wahl abstauben könnt. Schreibt einfach eine kleine Geschichte über euren Lieblingsgin, erzählt wie ihr zum Gin gekommen seid, welches Tonic am besten zu welchem Gin passt oder welcher Cocktail mit Gin euer liebster ist. Mehr Informationen dazu findet ihr auf der Gewinnspielseite von Vidamo.

Viel Erfolg und viel Spaß beim Probieren neuer Gin-Sorten.

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Andreas

Andreas kocht liebend gerne und liebt es, gut zu essen. Vor vielen Jahren hat er das Kochen für sich entdeckt und in der Zeit viel versalzen, viel verkocht oder sonstwie ungenießbar serviert. Aber immer dazugelernt, so dass er heute zumindest kein schlechter Koch ist.

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