Hamburger Sandwich

Okay, der Irrtum, dass der “Hamburger” wirklich aus Hamburg stammt, sollte mittlerweile ausgeräumt sein. Versteht man unter Hamburger lediglich die Frikadelle, dann ist die Vermutung richtig. Wenn man ein bisschen recherchiert, woher der Hamburger stammt bzw. wann das erste mal ein “Hamburger Sandwich” zubereitet wurde, dann stößt man auf viele kontrovers diskutierte Versionen. Auf Wikipedia werden verschiedene Ursprünge aufgeführt. Allesamt interessant, keine Frage.

Wer hat nun recht? Man kann sich eine Version aussuchen und fest dran glauben, ja, sogar deren Authentizität vehement vertreten oder man mischt sich seine eigene Version zusammen. Irgendetwas wahres ist vermutlich immer dran. Die Diskussionen um das erste Mal, als ein Amerikaner eine Bulette zwischen einem Brötchen oder was auch immer legte, erhitzt vermutlich genauso die Gemüter, wie die Geschichte um das erste Chili con carne.

Neulich bin ich beim zappen zu späterer Stunde irgendwo im Fernsehkanaldschungel hängen geblieben (ich kann mich nicht mehr an Sender, weder noch an dasDatum errinnern). Auf jeden Fall war dort die Rede von dem angeblich wirklich ersten Hamburger Sandwich. Erfunden haben soll ihn ein gewisser Louis Lassen in New Haven, USA im Jahre 1900.

Auf der Internetseite des heute noch existierenden Restaurants heißt es:

One day in the year 1900 a man dashed into a small New Haven luncheonette and asked for a quick meal that he could eat on the run. Louis Lassen, the establishment’s owner, hurriedly sandwiched a broiled beef patty between two slices of bread and sent the customer on his way, so the story goes, with America’s first hamburger.

Mir gefällt die Version. Das kann auch daran liegen, dass ich zu dem Zeitpunkt richtigen Heißhunger hatte und mir das Wasser im Mund zusammen lief. Ich mag das Minimalistische an der Story und dem Burger. Schon oft ist jemand ganz groß geworden, mit den einfachsten Mitteln. Errinnern wir uns nur an Toast Hawaii von Clemens Wilmenrod. Und wie ich nunmal bin; Sowas muss ich nach machen – zumal ich nach unserem New York Trip eh total auf Burger abfahre. Tine lässt sich leicht überreden “Wenn ich schonmal was will…” sind die schlagenden Argumente meinen Willen SOFORT durchzusetzen.

Okay, let’s have some fun: Fire up the grill! Was ist ein Burger, der nicht über glühender Holzkohle gegrillt wurde? Wo bleibt da das Gefühl?

Feuer!

Feuer!

ca. 15 Minuten leicht
Zutaten
für 2 Portionen
  • 300 gr. Rindhackfleisch
  • 4 große Scheiben Weißbrot
  • 1 weiße oder rote Zwiebel
  • 2 Scheiben Käse
  • Salz, Pfeffer

1 Mit dem Hackfleisch machen wir erstmal nicht viel. Vergesst die Anderen, die mit Weißbrot, Ei, Salz und Pfeffer wunderbare Frikadellen zaubern – aber mit Burger hat das nichts zu tun! Wir formen uns aus dem Hackfleisch zwei schöne gleich große Patties. Dabei das Hack ein bisschen durchkneten. Wer hat und will kann einen Patty-Former dazu benutzen.

2 Und nun kann der Männerspaß beginnen. Die Patties kommen auf den Grill. 4 – 5 Minuten pro Seite. Wer hier eine Nummer sicher gehen will, der überprüft mit einem Fleischthermometer die Kerntemperatur von 71 Grad. Einmal wenden reicht völlig. Dabei salzen und pfeffern.

3 Währenddessen legen wir die in Ringen geschnitten Zwiebeln in einer Aluschale ebenfalls auf den Grill und rösten diese an. Anschließend setzen wir die Burger in die Ruhezone des Grills, belegen diese mit Käse und schließen den Deckel für ca. 2 Minuten – der Käse zerläuft.

4 Ebenfalls auf dem Grill rösten wir die Scheiben Toast. Sobald diese schön goldbraun sind, können wir diese mit dem Burger und Zwiebeln belegen.

Im Lunch von Louis Lassen ist es übrigens nicht gestattet diesen Burger mit Ketchup o.ä. zu essen. Nun wir haben uns nicht dran gehalten… Die Bulls Eye BBQ-Sauce ist einfach zuuuu lecker!

Patty-Former

Patty-Former

Ein Patty-Former oder auch Hamburger-Presse ist echt praktisch. Sie liefert Gewissheit, dass die Hackscheiben gleich groß und gleich dick werden. Zudem erhöht sich durch die Rillen und letztendlich der Druck die Festigkeit, sodass der Patty weniger schnell zerbröselt.

Zwei fast perfekte Patties

Zwei fast perfekte Patties

Das Ergebnis kann sich schon mal sehen lassen, oder?

ohne Worte!

ohne Worte!

Vom Grill auf das Toast, mit Zwiebeln belegt auf den Teller, wandern…

Ein purer Genuss

Ein purer Genuss

…die ersten Bisse genüßlich in den Mund!

Diesen Artikel bookmarken bei…
  • Print this article!
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Technorati
  • Twitter
  • RSS

Ähnliche Rezepte, Artikel oder Beiträge

  1. Der beste selbstgemachte Hamburger
  2. Hamburger – Quarterpounder with Cheese
  3. Peach-Bourbon-Barbecue-Sauce
  4. Dicke Lippe Rippe
  5. Einfache, aber gute Grillbeilagen

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in rezepte und getagged , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

3 Kommentare

  1. Erstellt am 28. Juni 2009 um 14:00 | Permanent-Link

    Oh yeah, da krieg ich wieder Hunger. Burger gehen ja immer!!! :)

  2. Erstellt am 28. Juni 2009 um 19:11 | Permanent-Link

    Klar! So ein, zwei passen immer noch. Ist genauso wie mit Grillwurst und Pils!

  3. TVGlotzer
    Erstellt am 27. August 2009 um 12:03 | Permanent-Link

    Hallo gestern Abend, kam zur 1. Burger Variante ein Beitrag im TV.

    Dort wurde auf der untersten Toastscheibe noch Senf drauf geschmiert.

    Für faule Burgerbaslter empfehle ich auch die Blockhouse Burger im 2er Pack, die es bei Real im TK-Fach gibt.

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Subscribe without commenting