Geheimtipp: Curry-Gewürzmischung

Neulich beim Schlendern durch die Stadt, entdeckten wir – völlig deplaziert in einer Buchhandlung – eine Curry-Gewürzmischung! Und zwar eine besonders teure! 100 Gramm dieser Gewürzmischung sollten zum stolzen Preis von 5,95 € über die Ladentheke gehen. Ein Blick auf das Etikett verriet sofort, den vermeindlichen Preistreiber: Ein ziemlich bekannter TV-Koch hat hierfür seinen Namen hergegeben. Klar, wo ein Angebot, dort meist auch eine Nachfrage. Aber wer sich hier preislich schwer tut, geht mit leeren Händen nach Hause…

…und macht sich seine eigene Mischung. Mit ein wenig Know-How, Experimentierfreudigkeit den passenden Gewürzen im Haus geht das ziemlich einfach und man erhält für 5 € umgerechnet gute 500 Gramm.

Also: Know-How gibt es hier kurz und knapp aber ausreichend, Experimentierfreudigkeit sollte jeder besitzen und die Gewürze gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt, Asialaden oder halt im Online-Shop (w.z.B. www.gourmondo.de).

Wer absolut keine Lust auf selbermahlen mit dem Mörser hat oder gar keinen Mörser besitzt, kann auch bereits im folgenden genannte Gewürze bereits gemahlen verwenden und mischt diese ordentlich miteinander. Aber vermutlich ist das Zermahlen und Zerstoßen nur was für Idealisten. So oder so bleibt es bei einem Geheimtipp.

ca. 15 Minuten anstrengend
Zutaten
für ein wenig Vorrat
  • ½ TL Koriandersamen
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL schwarze Senfsamen
  • 1 Prs. grobes Meersalz
  • 6 – 8 Curry-Blätter
  • 1 – 2 TL zerstossener Chili
  • 1 Msp. gemahlener Knoblauch
  • ½ TL Kurkuma
  • ½ TL Kreuzkümmelsaat
  • 3 – 4 Gewürznelken

1 Die größeren Samen kommen zuerst in den Mörser und werden gemahlen. Dazu gehören z.B. Bockshornklee, Koriander, Senfsamen, Kardamom, Kreuzkümmel und Meersalz.

2 Anschließend die Curry-Blätter grob zerpflücken und diese ebenfalls im Mörser zermahlen. Zwischendurch die gemahlenen Gewürze hinzugeben und mit vermengen.

3 Der ganze Mahlvorgang dauert ungefähr 15 – 20 Minuten, bis alle Gewürze und Samen zermahlen sind. Besonders hartnäckig verhalten sich der Bockshornklee und die Chilikerne. Aber gut Ding will Weile haben.

4 Geheimer Geheimtipp (Achtung Spoiler): Einen Teelöffel dieser Gewürzmischung, 4 Esslöffel Olivenöl und 2 zerriebene/pürierte Knoblauchzehen gut miteinander verrrührt, ergeben eine supergeniale Marinade.

Hinweis Dieses Rezept beschreibt nicht das Ultima Ratio um eine gute bzw. DIE Curry-Gewürzmischung zuzubereiten. Es gibt durchaus unterschiedliche und auch auch kontrovers diskutierte Ansätze.

Viel Spaß beim ausprobieren!

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 7. Juni 2008 um 07:58 | Permanent-Link

    Mahle ist was für Idealisten?
    Dann hast Du aber nicht gemahlen, oder?

    Ich finde, das Geruchs- und Geschmackserlebnis einer selbstgemahlenen Gewürzmischung ist um ein vielfaches höher als das eines Tütenwürfelns.

    Außerdem hat das Mahlen von Bockshornkleesamen auch Fitnessaspekte ;-)

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