Fliederblüten-Cake-Pops

Puh, hab ich da jetzt lang dran rumgebastelt. Solange, dass der Flieder bei uns nun schon langsam wieder verblüht. Wer es also nachbacken will, sollte sich beeilen. Aber: Die Cake-Pops lassen sich auch ganz einfach mit anderen Blüten machen. Die Holunderblüten kommen in den nächsten zwei bis drei Wochen und die lassen sich dafür natürlich auch verwenden.

Quasi so, nur andersrum bin ich auch auf die Idee für den Teig mit den Fliederblüten gekommen. Holunderblüten verwende ich seit einer ganzen Weile schon. Daraus wird Sirup und Gelee gemacht. Einen Sekt habe ich letztes Jahr auch damit gemacht, der umwerfend geworden ist. Aber dazu später mehr. Warum soll man das also auch nicht mit Flieder machen können? Der Duft von Fliederblüten ist mindestens genauso herrlich wie der von Holunderblüten. Wenn nicht sogar noch intensiver. Also habe ich im vergangenen Frühjahr einfach mal aus Fliederblüten einen Sirup gemacht und die Blüten in einen Muffin-Teig mit eingearbeitet. Das Ergebnis hat mir richtig gut gefallen. Und da Cake-Pops dieses Jahr schwer angesagt sind, gibt`s dieses Jahr eben Fliederblüten-Cake-Pops.

Zutaten für ca. 30 Cake-Pops
für den Rührteig

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 2 Eier
  • 4 EL Milch
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 3 Fliederdolden
  • 1 EL Fliederblütensirup

Zutaten
für das Frosting

  • 120 g Frischkäse
  • 150 g Puderzucker
  • 130 g Butter

Zutaten
zum Verzieren

  • 200 g weiße Kuvertüre
  • Deko nach Belieben

1 Bevor wir mit dem Rührteig starten, zupfe ich die Blüten von den Fliederdolden. Vorher habe ich diese nur grob mit sehr wenig Wasser abgespült, so dass zumindest keine Insekten mehr in den Blüten sitzen. Die Milch wird leicht erwärmt und die Blüten kommen dazu und dürfen 30 Minuten durchziehen und möglichst viel ihres Dufts abgeben.

2 Nun geht`s an den Rührteig. Die weiche Butter mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig schlagen. Nach und nach das gesiebte Mehl, die Milch, Eier, Sirup (geht im Grunde wie Holunderblütensirup – Rezept von Stuttgart Cooking) und Backpulver unterrühren. Den Teig abschmecken, bei Bedarf noch ein paar Blüten dazugeben, in eine Form geben und bei 180°C vorgeheizten Backofen etwa 40 Minuten backen. Anschließend den Kuchen gut abkühlen lassen. Am besten über Nacht stehen lassen.

3 Der Rührkuchen wird nun zerkleinert in feine Stücken zerbröselt. Die festeren Randstücke nehme ich dabei nicht. Anschließend werden die Kuchenüberbleibsel mit dem Frischkäse, der weichen Butter und dem Puderzucker gut vermengt. Aus der Masse werden nun kleine Kügelchen geformt, die dann zum Abkühlen in den Kühlschrank kommen.

4 Nun geht es ans Verzieren. Zunächst werden die geformten Kugeln auf Spieße gesteckt. Es gibt extra Lolli-Stiele. Wenn man keine zur Hand hat, kann man auch große Holzstäbchen halbieren und die nehmen. Geht auch. Die weiße Kuvertüre wird nun über einem Wasserbad erhitzt. Die Temperatur sollte dabei 31,5°C nicht überschreiten. Zuerst werden nun die Stielspitzen in die Kuvertüre getaucht. Anschließend werden sie in die Cake-Pops gespießt. Das gibt anschließend einen besseren Halt. Nun werden die Cake-Pops in die Kuvertüre getaucht und anschließend mit Dekorationsmaterial nach Wunsch versehen.

Das ganze Dekorieren ist noch nicht wirklich mein Fachgebiet. Damit tue ich mich doch noch sehr schwer, aber es wird schon noch. Meine eigene lila Glasur ist völlig daneben gegangen, weswegen ich dankbar auf die fertige Muffin-Glasur von Dr. Oetker zurückgegriffen habe. Allerdings, und das ist die Hauptsache: Das Ergebnis schmeckt! Ich hätte mir zwar mehr Fliedergeschmack gewünscht, aber dezent schmeckt man ihn auf jeden Fall raus. Am Ende sei noch empfohlen, dass man lieber nicht zu viele der Cake-Pops auf einmal vernascht, denn die kleinen Küchlein sind unglaubliche Kalorienbomben. Und machen schnell satt. Aber ein Cake-Pop in Ehren kann niemand verwehren. In diesem Sinne: Gutes Gelingen! Ich brauche jetzt was Salziges…

Published by

Andreas

Andreas kocht liebend gerne und liebt es, gut zu essen. Vor vielen Jahren hat er das Kochen für sich entdeckt und in der Zeit viel versalzen, viel verkocht oder sonstwie ungenießbar serviert. Aber immer dazugelernt, so dass er heute zumindest kein schlechter Koch ist.

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