Desserts und ich. Das war bisher eine nicht unbedingt von großer Liebe und Leidenschaft gelebte Beziehung. Ein Dessert ist mir vor einer ganzen Weile mal völlig fehlgeschlagen. Und das auch noch mit Gästen. Naja, passiert. Aber irgendwie habe ich es seitdem schleifen lassen mit Desserts und mich eher auf Haupt- und Vorspeisen konzentriert. Aber wo es jetzt endlich wieder wärmer wird, musste ich endlich mal mein erstes Sorbet machen. Und siehe da: Es ist auf Anhieb nahezu perfekt gelungen. Frische Erdbeeren – am besten kurz vorher selbst gepflückt auf dem Feld, denn da kann man sich die saftigsten und süßesten selbst raussuchen – und frische Minze sind einfach zwei Zutaten, welche unheimlich gut miteinander harmonieren. Dazu gibt`s noch zwei Varianten an Saucen: Einmal eine Balsamicoreduktion und zum anderen eine Weißweinschaumsauce.
für das Sorbet:
- 500 g Erdbeeren
- 15 mittelgroße Blätter Minze
- Saft einer halben Zitrone
- 100 g Puderzucker
für die Balsamicoreduktion:
- 250 ml Balsamico
- 1 EL Honig
für die Weißweinschaumsauce:
- 500 ml Weißwein
- 1 Ei
- (1 EL Zucker)
- Saft einer halben Orange
- 1 Vanilleschote
1 Los geht`s. Die Erdbeeren putzen und am besten vorkühlen. Das geht entweder im Tiefkühler oder im Kühlschrank. Im Tiefkühler dürfen sie aber nicht derart tiefgefroren werden, dass sie nicht mehr püriert werden können. Die Erdbeeren zusammen mit den Minzblättern, dem Puderzucker und dem Zitronensaft in den Mixer geben und pürieren. Hier kann man schonmal testen wie es schmeckt und je nach Bedarf noch Zucker, Zitronensaft oder Minze dazugeben. Auch dem Einsatz weiterer Zutaten steht hier nichts im Wege.
2 Die Sorbetrohmasse kommt nun entweder in eine Schüssel in den Tiefkühler. Dort muss das Sorbet aber mindestens alle 30 Minuten einmal kräftig umgerührt werden, damit sich keine Eiskristalle bilden. Das ganze dauert dann locker ein paar Stunden. Besser funktioniert das mit einer Eismaschine. Da gibt es für jede Preisvorstellung das richtige Modell. Ich habe mir eine ziemlich günstige gekauft. Deren Behälter musste ich im Tiefkühler eben 24 Stunden vorkühlen. Anschließend einfach die Masse einfüllen und innerhalb von 30 Minuten hatte ich im Ergebnis ein wunderbar cremiges Sorbet. Vorteil der Profimaschinen ist natürlich der eingebaute Kühler. Da braucht es die lange Vorkühlphase nicht und man kann auch mal spontan ein Eis machen. Wer allerdings Platz im Tiefkühler hat und sich ein selbstgemachtes Sorbet nur unregelmäßig gönnt, für den reicht eine günstige Eismaschine allemal.
3 Nun geht`s an die Sauce: Fangen wir mal mit der Balsamicoreduktion an. Die ist relativ simpel hergestellt. Dauert aber etwas. Man kann sie auch fertig kaufen, aber das ist ja kein Ansporn. Den (guten!) Balsamico in einem Topf langsam vor sich hinköcheln lassen. Nach und nach wird die Konsistenz immer sirupartiger. Da die Reduktion zu einem Dessert serviert wird, habe ich den Balsamico noch mit einem Esslöffel Honig verfeinert. Zucker tut es natürlich auch. Ein Streifen der Balsamicoreduktion neben dem Sorbet auf den Teller geben.
4 Alternativ kann man dazu auch eine Weißweinschaumsauce machen. Beide Saucen zusammen würde ich allerdings nicht unbedingt servieren. Für die Weißweinschaumsauce empfiehlt sich ein lieblicher Weißwein. (Toll finde ich dieses Aromenbaukastensystem, mit dem man sich den passenden Wein suchen und finden kann. Weinexperten greifen dann besser zur Profisuche.) Den Weißwein auf niedrigerer Stufe zusammen mit dem Ei, dem Mark der Vanilleschote, dem Orangensaft (und dem Zucker) langsam erwärmen. Abschmecken. Alles mit dem Mixstab aufschlagen bis sich das Volumen merklich vergrößert hat. Ein oder zwei Esslöffel der Sauce auf das Sorbet geben und servieren.
Viel Spaß beim Nachmachen. Auf einen schönen Sommer und das ein oder andere köstliche Sorbet.
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Ein Kommentar
Das sieht fantastisch aus.
Ich glaube es wird langsam Zeit, dass ich mir auch mal eine Eismaschine zulege.