Die perfekte Pasta

Die perfekte Pasta

Man sagt ja häufig “Das ist so leicht wie Nudeln kochen”. Ist das wirklich so? Oder liegen in der Begriffszusammensetzung “Pasta zubereiten” und “Nudeln kochen” gerade die wesentlichen Unterschiede? Was ist “perfekt” für ein wirklich perfektes Ergebnis? Spielt der Topf eine Rolle? Mit wieviel Wasser sollte gekocht werden? Wieviel Salz wird benötigt? Wie heiß muss das Wasser sein? Welche Pasta zu welcher Sauce? Wie lange kochen, bis sie “al dente” sind? Fragen über Fragen! Wir haben die Antworten gesucht und gefunden.

Was ist “perfekt” für ein wirklich perfektes Ergebnis?

Nudeln müssen al dente sein, also bissfest gegart werden. Auf keinen Fall matschig und verkocht. Auch wenn es Menschen gibt, die es so sehr mögen. Al dente bezeichnet laut Wikipedia die Konsistenz der gekochten Pasta: Gar, aber nicht zu weich und klebrig, sondern bissfest eben. Bissfest beinhaltet die Eigenschaft, dass die Pasta im Inneren noch etwas fest ist, aber gar. Beim Kauen, sollte ein leichter Widerstand spürbar sein.

Quelle: Wikipedia

Welche Pasta zu welcher Sauce?

Es soll mehr als 300 verschiedene Pasta-Sorten geben. Daher gerechtfertigt sich die Frage, zu welcher Sauce man welche Pasta verwendet. Als Faustregel gilt: Umso fester, schwerer oder stückiger die Sauce, umso breiter die Nudeln. Das widerspricht sich ein wenig mit dem bekannten Gericht “Spaghetti alla Bolognese“. Passender wäre der Regel nach “Lasagne alla Bolognese“. Aber das soll an dieser Stelle nicht weiter Beachtung finden. Ausnahmen bestätigen die Regel!

Quelle: Pasta, Verlag Zabert Sandmann GmbH, München, 2. Aufl. 2005, Kochpiraten

Selbstgemachte oder Fertige Pasta?

Wer einmal in den Geschmack selbstgemachter Pasta gekommen ist, schwört darauf und wird es sicherlich jedem empfehlen – bis auf diejenigen, bei denen es nicht so recht geklappt hat. Der Kochpiraten Spaghetti-Test zeigt, dass bei fertigen Pasta durchaus Unterschiede festzustellen sind: Italienische Marken-Pasta schnitten besser ab, da diese bissfesterer zubereitet werden konnten und keinen Beigeschmack aufwiesen. Also trägt die Wahl der Pasta zum Ergebnis bei.

Quelle: Eigene Erfahrung, Kochpiraten-Spaghetti-Test

Wieviel Pasta für eine Portion?

Hier spielt der Hunger natürlich eine große Rolle. Eine angemessene Portion liegt bei ca. 125 Gramm. Für den kleineren Hunger 100 und für den größeren Hunger 150 Gramm. Für Ernährungswissenschaftler vermutlich untragbar, da Nudeln Energielieferanten sind und sehr viel Kohlenhydrate beinhalten. Who cares?

Quelle: Kochen & Geniessen, BR-Online

Mit wieviel Wasser sollte gekocht werden?

Pro 100 Gramm Pasta sollte 1 Liter Wasser genommen werden. Warum? Richtige Pasta benötigt nunmal viel Wasser, damit sie nicht verklebt oder verklumpt. Viel Kochwasser führt dazu, dass die Pasta gleichmäßig gart, somit “al dente” wird und nicht allzuviel an Nährstoffen verliert.

Quelle: Pasta, Verlag Zabert Sandmann GmbH, München, 2. Aufl. 2005

Wieviel Salz wird benötigt?

Häufig liest man “1 leicht gehäuften Teelöffel Salz pro Liter”. Das ist auch richtig. Ein leicht geh. TL Salz entspricht in etwa 8 Gramm. Wichtig ist, dass das Salz erst in das kochende Wasser gegeben wird. Falls das Wasser danach nicht mehr kocht, wieder aufkochen lassen und dann die Pasta in den Kochtopf geben.

Quelle: Pasta, Verlag Zabert Sandmann GmbH, München, 2. Aufl. 2005

Mit oder ohne Öl?

Oft wird etwas Öl in das Kochwasser gegeben, um Irrtümlicherweise das Verkleben der Pasta zu verhindern. Lediglich verhindert es das Überkochen. Zudem verklebt Öl die Poren der Pasta und verhindert somit, dass die Pasta die Sauce aufnehmen kann. Ich vermute auch, dass Öl den Eigengeschmack der Pasta stört. Also besser ohne Öl kochen.

Quelle: Pastaweb

Spielt der Topf eine Rolle?

Ja! Aus dem Grunde, da viel Wasser benötigt wird. Der Topf sollte somit höher als breit sein und ein Fassungsvermögen von min. 5 Liter aufweisen. Ein hoher Topf verhindert auch das Überkochen von dem Wasser und macht somit auch das Öl überflüssig.

Quelle: Das ergibt sich irgendwie aus den vorherigen Fragen, oder?

Wie heiß muss das Wasser sein?

Sehr heiß! Kochendheiß! Das Wasser muss richtig sprudeln! Dann die Nudeln rein und umrühren. Das verhindert auch, dass die Nudeln am Boden festpappen.

Quelle: Pasta, Verlag Zabert Sandmann GmbH, München, 2. Aufl. 2005

Wie lange kochen, bis sie “aldente” sind?

Ein Vorab: Pasta kocht man ohne Deckel, auch wenn dabei Energie flöten geht.
Kocht man Fertigpasta, so gilt: Die Herstellerangaben dienen nur als Richtwert. Einige Minuten vor Ende der angegebenen Kochzeit sollte man minütlich die Pasta probieren, um den richtigen Garpunkt nicht zu verpassen und die Pasta somit nicht mehr al dente genug ist. Selbstgemachte Pasta braucht wesentlich weniger Zeit. Aus eigener Erfahrung um die 5 Minuten. Auch hier sollte regelmäßig der optimale Garzeitpunkt durch probieren abgepasst werden.

Quelle: eigene Erfahrung, Pastaweb

Wird Pasta abgeschreckt oder in Butter geschwenkt?

Ich lese, sehe und höre es immer wieder: Nudeln werden nicht abgeschreckt! Es sei denn, sie werden nicht sofort mit der Sauce serviert. Bei Jamie Oliver habe ich neulich einen coolen Trick gesehen. Er hat unter der abgegossenen Pasta eine Kelle der Sauce untergerührt. Dadurch sah die Pasta noch schmackhafter aus und verklebte nicht so schnell.

Fazit: So kocht man Pasta richtig!

In 4 Schritten zur perfekten Pasta:

1 Marken-Pasta kaufen oder selber zubereiten.

2 Pro 100 Gramm Pasta, einen Liter Wasser in einem hohen Kochtopf aufsetzen und sprudelnd kochen lassen. Pro Liter Wasser, einen leicht gehäuften TL Salz hinzugeben, wenn das Wasser kocht.

3 Pasta in das kochende Wasser geben und ein wenig umrühren. Keinen Deckel auf den Topf setzen.

4 Einige Minuten vor Ende der angegebenen Garzeit, minütlich den Bissfest-Test durchführen. Sind die Nudeln bissfest, abgießen – nicht abschrecken und sofort mit der Sauce servieren.

Guten Apetitt!

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9 Kommentare

  1. Erstellt am 11. April 2007 um 00:55 | Permanent-Link

    vielen dank für all die info^^

    es ist zwei uhr morgens und meine eltern sind schon am schlafen,naja hunger hab ich trotzdem … also mach ich mir jetzt mal was,hat mir echt weitergeholfen, bis zum nächsten mal

  2. Erstellt am 13. April 2007 um 08:54 | Permanent-Link

    Krass spät. Viel Erfolg und Danke für deinen Beitrag!

  3. Albaner
    Erstellt am 27. Februar 2009 um 13:22 | Permanent-Link

    Sehr gut!!

    dankeschön

    ich bin grad zuhuss, KEINER ist da, ich hab kein brot und habe einen totalen hunger..

    also die infos sind sehr hilfreich :)

    vielen dank an alle!!

  4. Erstellt am 27. Mai 2009 um 11:23 | Permanent-Link

    Holdrio, extra ne Küchenwaage gekauft, um die angemessene Portion abwiegen zu können.

  5. Narf
    Erstellt am 15. November 2009 um 21:53 | Permanent-Link

    Danke fürs zusammentragen. Spart mir die Suche :_>

    Allerdings regt sich in mir Widerstand etwas so zu kochen, wie “es sich gehört” obwohl ich es lieber anders mag.

    Aber wenn man den Profi raushängen lassen will, ideal! *lach

    Dankeschön

  6. Guenter
    Erstellt am 15. Oktober 2011 um 02:55 | Permanent-Link

    Ich stimme absolut zu, dass selbstgemachte Nudeln und Pasta am allerbesten schmecken. Natürlich ist damit etwas mehr an Aufwand verbunden, doch das Ergebnis lässt einen diesen Aufwand schnell vergessen. Wirklich – wer einmal selbstgemachte Pasta gegessen hat, wird mit Fertignudeln aus dem Discounter nicht mehr glücklich!

  7. Al
    Erstellt am 2. November 2011 um 12:49 | Permanent-Link

    Durch Zufall bin ich auf die Seite gestosssen. Hier hätte ich einige Anmerkungen

    Pasta eine gute pasta ist nur dann wirklich gut wenn man die Nudeln selbst macht Pasta fresca
    um mich kurz zufassen . Pasta selbst machen – Hier gibt es einiges zu Beachten
    Die Herstellung wie sie gemacht wird,
    weiter ist wichtig, dass richtige Mehl- Mit deutschen Mehl geht es nicht Es geht aber es ist ein großer Unterschied Ich kaufe mein Mehl nur in Italien Als nächstes wären da noch die Eier, Eier aus den Supermarkt sind keine guten Eier Genauso verhält es sich mit dem Öl
    Spaghetti kocht man al dente Pasta nicht !
    Pasta fesca muss man nicht kochen sondern nur kurz aufkochen hierzu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten Man kocht sie kurz einer Brühe auf Oder man kocht sie kurz in Butter auf-Verschiedene Rezepte- Die Kochzeit beträgt weniger als 3 Minuten !
    Der Teig ist in 15 Miuten fertig +Ruhezeit Kühlschrank 1 -2 Stunden
    +verarbeitung 30 Minuten

    Dazu eine gute “Ragù alla Bolognese” diese Soße benötigt viel Zeit und Zutaten
    kochzeit 4 bis 6 Stunden
    Aber nur dann kann man von Pasta sprechen. Pasta ist eine Philosophie nicht nur eine Nudel Wer mehr wissen möchte der kann mich gerne fragen Gru?

  8. Jürgen Stadler
    Erstellt am 2. Juni 2012 um 17:24 | Permanent-Link

    Selbergemachte Pasta ist nur so gut wie der verwendete Hartweizengries!Daran scheitert diese oft!Frisch heisst nicht automatisch besser!

  9. Jonatha
    Erstellt am 27. März 2013 um 12:37 | Permanent-Link

    Man sollte vor allem Spaghetti auch oft umrühren. Wir Deutschen neigen dazu, ein bisschen “Rührfaul” zu sein. Aber häufig umrühren verhindert das Zusammenkleben der Nudeln und das Anpappen am Topfboden.

2 Trackbacks

  1. Von yamm yamm ... - Balkanforum am 6. März 2009 um 18:14

    [...] [...]

  2. Von MB im Deckel oder entfernen am 27. September 2010 um 15:29

    [...] Da Nudeln gerne überschäumen, spricht schon mal diese Tatsache gegen das Kochen mit Deckel…. hier kannst du auch nochmal alles nachlesen. Beim Reis sollte ich noch brei einfügen…ich meinte [...]

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