2012 hatte gerade begonnen, da war auch gleich der Punkt gekommen, um auch kulinarisch voll ins neue Jahr abzudampfen. Nur wie? Irgendwie hatte ich ein wenig unsinnig eingekauft. Zwar hatte ich ein paar Hirschsteaks, aber weder eine vernünftige Beilage noch Rotwein für die Sauce. Also mal schauen, was Kühl- und Vorratsschrank so hergeben. Und siehe da: Es fand sich noch ein Pflaumenlikör, den meine Mutter seit Jahren selber macht und der auf Grund größerer Alkoholmengen bisher viel zu selten angerührt wurde. Aber Pflaume und Hirsch? Das muss doch gehen. Also machen wir Hirschsteaks mit einer Pflaumenlikörsauce. Und dazu ganz klassische Bratkartoffeln. Denn Kartoffeln waren noch vom Raclette am Silvesterabend zur Genüge vorhanden.



















Tiroler Spinatknödel
Unsere österreichischen Nachbarn sind ja für so einiges bekannt. Fangen wir mit etwas an, was ihnen nicht so liegt: Der Fußball. Dafür sind sie mit zwei Brettern an den Füßen nahezu unschlagbar, sei es beim Abfahrtslauf oder beim Skispringen usw. Und was können sie noch besser? Die Schlagworte Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn beantworten diese Frage ohne Zweifel.
Da ich seither von den Bergen fasziniert bin, im Sommer zum Wandern und Bergsteigen und im Winter zum Snowboarden in die Alpen fahre und es ohnehin nicht sonderlich weit ist, komme ich auch oft in den Genuss der dortigen Köstlichkeiten. Im vergangenen Sommer haben wir ein paar Tage den Wilden Kaiser durchquert. Nachdem wir am letzten Tag schon über 8 Stunden unterwegs waren und keine Lust mehr hatten, zum Auto abzusteigen, haben wir beschlossen noch eine Nacht im Anton-Karg-Haus (Hinterbärenbad) zu verbringen. Eine wunderschöne Hütte im Kaisertal umgeben von den Gipfeln des Zahmen Kaisers im Norden und den schroffen Gipfeln des Wilden Kaisers im Süden. Und so bin ich am Abend zum ersten Mal in den Genuss der Tiroler Spinatknödel gekommen, die ich nun hier endlich mal versucht habe, nachzukochen. Und sie sind recht gut gelungen, würde ich behaupten! Das ganze funktioniert übrigens nicht nur als Beilage, sondern auch als völlig eigenständiges Gericht.
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