Wer soll es werden?

Wer soll es werden?
Wer soll es werden?

Nun ist es also soweit. Zwar hab ich den kücheneigenen Herd zuletzt viel zu oft links liegen lassen und stattdessen lieber unter freiem Himmel den Gas- oder Esbit-Kocher angeworfen oder das Fleisch direkt auf den Grill gelegt. Bei einem der seltenen Herdintermezzos ist es dann passiert: Ein lauter Schlag, ein Knall, fast schon eine Explosion und ein merkwürdiger Geruch. Eine stilechte Verabschiedung möchte man sagen. Aber nachdem der Herd und ich sowieso nie wirklich große Freunde waren und er in letzter Zeit an zunehmender Altersschwäche litt, hat er nun (endlich) den Weg in die ewigen Koch- und Backgründe angetreten. Und nun? Wie geht`s weiter?

Zunächst einmal helfe ich mir mit einer einzelnen Kochplatte, die ursprünglich als Campingkocher diente. Gas- und Esbit-Kocher in der Wohnung sind mir etwas zu heiß. Zum Glück ist es im Moment heiß. Da braucht es ja eigentlich gar keine Platte… Der Tiefkühler reicht vollkommen. Was jetzt kommen soll, bereitet mir ein wenig Kopfzerbrechen und stellt die Frage, nach dem, was man eigentlich braucht.
Das Anforderungsprofil: Ein Herd, vier Platten. Klingt jetzt nicht allzu schwierig.

1. Gasherd: Vor Jahren hatte ich in meiner alten Wohnung „nur“ einen Gasherd. Das hat tierisch Spaß gemacht. Sofort Hitze, wenn man sie braucht. Nur das mit der Hitze beim Backen habe ich bis zur Renovierung und dem damit verbundenen Umstieg auf einen E-Herd (der der gerade abgeraucht ist) nicht so recht hinbekommen. Eine Mischung aus Gas oben und Elektroofen wäre herrlich. Allerdings fehlt mir der Anschluss und um regelmäßig die Gasflasche zu wechseln, bin ich zu faul.

2. Induktionsherd: Ein Induktionsherd reizt mich natürlich auch. Erst vor kurzem hab ich mal wieder an einem kochen dürfen. Das war super. Schnelle Hitze, besser regelbar als Gas und auch der Ofen kommt mit allem, was man braucht oder nicht braucht.
Die sogenannte Pyrolyse, mit dem Neff mittlerweile etliche Geräte ausstattet, setzt dem die Krone auf: Der Ofen reinigt sich einfach selber. Dabei wird der Ofen bis auf 500 Grad erhitzt, so dass sich alle Dreckablagerungen in Asche verwandeln. Anschließend ganz einfach auswischen und der Ofen ist wieder sauber. Tolle Idee, zumal Ofenputzen zu meinen bisher noch nicht entdeckten Hobbies gehört.
Der große Nachteil beim Induktionsherd: Nicht magnetische Töpfe etwa aus Edelstahl funktionieren auf Induktionsplatten nicht. Es heißt in dem Fall also doppelt zu investieren. Neuer Herd, neue Töpfe. Und das, wo ich im Moment so selten koche…

3. Elektroherd. Schuster, bleib bei deinen Leisten? Ok, gute Freunde waren wir wirklich nie, aber irgendwie hat es doch gereicht, das ein oder andere Gericht zu zaubern. Selbst wenn sie nur noch mehr als dürftig funktioniert haben. Ceranfelder hab ich irgendwie noch nie gemocht, zumal die bei mir gerne dreckig werden. Also doch weiter ganz klassisch mit den guten althergebrachten Guss-Platten?

Letztlich klingt es schon verlockend, was es mittlerweile alles gibt. Irgendwann muss ich wahrscheinlich gar nicht mehr am Herd stehen. Ein paar Zutaten per App-Anbindung diktieren und das Essen steht auf dem Tisch, wenn ich zur Tür reinkomme…

Jetzt seid ihr an der Reihe: Mit was kocht ihr? Welches Gimmick ist für euch unverzichtbar geworden? Welchen Herd bevorzugt ihr? Und natürlich: Warum? Ich bin gespannt!

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Andreas

Andreas kocht liebend gerne und liebt es, gut zu essen. Vor vielen Jahren hat er das Kochen für sich entdeckt und in der Zeit viel versalzen, viel verkocht oder sonstwie ungenießbar serviert. Aber immer dazugelernt, so dass er heute zumindest kein schlechter Koch ist.

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