Padmaschinen – Pro/Kontra?

Im Grunde war ich selber nie ein Kaffeetrinker. Ekelhaft fand ich ihn. Andere schlingen ihn literweise hinunter, können frühmorgens das Haus gar nicht erst verlassen, ohne einen Pott Kaffee getrunken zu haben. Seit Jahren des erfolglosen Rumprobierens hab ich also beschlossen, dass der Zug für mich offenbar abgefahren ist. Dann lieber Cappuccino oder noch besser einen Latte Macchiato, die beide die Bitterstoffe, die im Kaffee enthalten sind, mehr oder weniger übertünchen. Letzterer ist mittlerweile seit vielen Jahren fester Bestandteil meines Frühstücks.

Da für meine Freundin mit Abstrichen das gleiche gilt, hatten wir auch noch nie eine Kaffeemaschine, nur für den Espresso, der in einem klassischen Espresso-Kocher zubereitet wird, den ich trotzdem bis dato sehr sehr selten pur getrunken habe. Nun geschah es zu Weihnachten 2010, dass wir ganz unversehen eine Padmaschine geschenkt bekommen haben, nämlich die Caffissimo aus der Haushaltsgeräte-Sparte von Tchibo. Erster Gedanke: Wieder was, was wertvollen Platz wegnimmt.
Aber relativ schnell haben wir sie dann ausprobiert und haben Freunden und Verwandten nun auch endlich mal einen Kaffee anbieten können. Und ich bin immer wieder positiv überrascht, vor allem von den beiden Espresso-Sorten, die Tchibo anbietet. Ist ein bisschen wenig, aber “sizilianisch kräftig” und “Mailänder Art” sind beides sehr runde und wohlschmeckende Espressosorten, die erstgenannte kräftiger, die zweite milder und wirklich lecker. Beim Kaffee weiß mir die milde Sorte zu gefallen, der kräftige erinnert mich allerdings wieder an meine frühesten Kaffeeerfahrungen. Bäh… Für den schnellen Einsatz auf jeden Fall zu empfehlen, wobei ich natürlich weit davon entfernt bin, ein Kaffeegourmet zu sein, weshalb meine Einschätzung eben sehr subjektiv ist. Aber immerhin trinke ich, seitdem wir die Maschine benutzen, regelmäßig Espresso. Meistens allerdings koche ich mir den Espresso dann aber doch noch in meinem italienischen Espressokocher (der wahrscheinlich doch aus China kommt), denn spätestens am frühen Nachmittag ist ein Espresso mittlerweile das beste, was es geben kann, um schwindende Lebensgeister zurückzurufen. Denn, und hier sind wir beim größten Nachteil der Pads: Sie sind relativ teuer. 10 Pads kosten 2,49 €. Ein Schnäppchen sieht anders aus. Erinnert ein bisschen an das Vorgehen der Druckerhersteller. Günstiger Drucker, teure Patronen. So gab es die Caffissimo-Maschinen vor Weihnachten auch zu Sonderpreisen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt… Aus Lust und Dollerei habe ich auch schon versucht, die genutzten Kapseln zu leeren und diese mit Lavazza-Espresso-Pulver zu füllen. Das Ergebnis war – gelinde gesagt – zum Vergessen; vom Aufwand ganz abgesehen…
Um eine Diskussion anzustoßen: Nutzt ihr Kaffeepad-Maschinen? Wenn ja, welche? Welche Vor- und auch Nachteile habt ihr festgestellt? Ich freue mich auf eure Meinungen und bin gespannt. In diesem Sinne: 13.46 Uhr – das heißt Espresso-Zeit.
Bildquelle: tchibo.de
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  1. Der Kaffee ist fertig…

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