Feiertagsgetränke im Rückblick und ein kurzer Ausblick

Die Weihnachtsfeiertage sind nun vorüber, unsere Weihnachtskalenderverlosung haben wir auch noch einmal ein wenig Revue passieren lassen, aber in erster Linie war die Zeit dazu da, mit Verwandten und Freunden, Zeit zu verbringen, die man sonst nicht hat. Einfach mal einen Gang zurückschalten und die Zeit einfach mal außer Acht lassen, sich nicht hetzen lassen und ein paar Tage der Ruhe und Stille (was nicht immer klappt) genießen. Dass Genuss zu den Feiertagen gehört, ist nichts neues und so kam über die Feiertage natürlich auch so einiges gutes auf den Tisch.
Über Weihnachtsgans und Co ist an anderer Stelle schon zur Genüge berichtet wurden. Widmen wir uns heute dem Flüssigen und schauen zurück, was es alles in Glas geschafft hat und welchen Eindruck es hinterlassen hat.
Da wir über die Feiertage Zeit im oberfränkischen Hof zugebracht haben, ist es natürlich selbstredend auch ein paar der Spezialitäten zu probieren, für die Oberfranken steht. Die Region hat die größte Brauereidichte der Welt, da gehört es zum guten Ton, dass auch Gerstensaft in den Krug kommt. Hier war mal wieder Zeit für meine Lieblingsbiere. Zum einen das in der mittlerweile von der Insolvenz bedrohten Ahornberger Brauerei gebraute Ahornberger Landbier. Ein Bier, welches vielen schmecken dürfte, welches nicht zu hopfig, nicht zu malzig ist. Mein nächster Favorit hier kommt aus dem unterfränkischen Unterzaunsbach und ist für mich wohl eines der besten Biere, welcher ich je habhaft geworden bin. Auch hier steckt wieder nur eine ausgesprochen kleine Brauerei dahinter. Das Vollbier der Brauerei Meister schmeckt typisch fränkisch und ist kein richtiges Dunkel, aber auch kein Helles. Bernsteinfarben, kräftig im Geschmack mit einem malzbetonten Abgang und spritzig noch dazu. So muss ein Bier schmecken.
Für Weinliebhaber waren aber auch die ein oder anderen Leckereien zu finden. Nachdem meine Großeltern jahrelang in Italien kistenweise Wein geordert haben, der mir selten so richtig gut geschmeckt hat, haben sie nun ihre Blicke auch auf Deutschland und Spanien gelenkt. Aus Deutschland haben mich die Weine vom Consulat des Weins aus der Pfalz richtig begeistert, vor allem die Ortega Auslese Jahrgang 2009. Nicht trocken, aber auch nicht lieblich und kräftig fruchtig im Geschmack. Sehr lecker. Teil 2 lenkt den Blick wie angedeutet auf die aus Spanien stammenden Tempranillo Rotweine von Wein-Depot.de. Da haben wir auch zwei verschiedene probieren dürfen. Mir ist die Rebsorte ehrlich gesagt ein wenig zu trocken, allerdings passt es perfekt zu einem schönen Rinderfilet oder zu Hirschrücken.
Ansonsten gab`s zum Absch(l)uss wieder den – mittlerweile schon als moderner Klassiker einzuordnenden – Maispitzenlikör, den meine Mutter Jahr für Jahr macht. Für den Likör werden im Frühjahr die jungen Austriebe der Fichten abgeschnitten und mit Wodka, Zucker, wahlweise auch Waldhonig angesetzt. Das ergibt ein herrliches Aroma. Man kann den frischen Waldboden förmlich schmecken. Allerdings ist es nicht für jedermann was. Trotzdem mittlerweile eine Institution bei uns.
Am heutigen Silvesterabend werden wir uns wohl anderweitigem zuwenden und die hauseigene Minibar verköstigen. Wir wünschen allen Lesern einen schönen Silvesterabend bei “Dinner for one”. Rutscht gut ins neue Jahr rein. Wir hören uns 2012 wieder. Prost!

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