Steaks medium

Steaks medium gebraten

Wir haben schon sehr viel Geld für Steaks aus dem Fenster geschmissen. Ein richtiges Steak medium ist uns nie wirklich gelungen; Entweder zäh wie Schuhsohlen oder blutig wie Graf Draculas Abendessen. Und dieser letzte Versuch hat uns gezeigt, worauf es ankommt. Also nicht einfach in den Supermarkt und nach eine Plastikschale mit einem roten Lappen drin greifen…

ca. 20 – 30 Minuten eigentlich leicht
Zutaten
für 2 Personen
  • 2 Rumpsteaks
  • Pfeffer, Salz

Wirklich wichtig ist nach unserer Erkenntnis die Qualität des Fleisches. Finger weg von den Auslagen im Supermarkt. Geht zu einem Metzger um die Ecke oder auf den Wochenmarkt. Das Rindfleisch sollte tief rot sein, das heißt ausreichend abgehangen. Dieses Fleisch ist sehr zart und eignet sich hervorragend für ein Steak. Filetsteak sollte zu dem noch eine fein marmorierte Struktur besitzen.

1 Ca. eine halbe bis zu eine Stunde vor der Zubereitung empfiehlt es sich, das Fleisch aus den Kühlschrank zu nehmen, damit es eine normale Temperatur erreicht.

2 Anschließend sollte das Fleisch kurz unter fließendes Wassen abgewaschen und sehr trocken getupft werden. Das Fleisch darf vorher auf keinen Fall gewürzt werden und am besten für das Braten kein Öl verwenden.

3 Die Pfanne stark erhitzen. Sie ist heiß genug, wenn Wassertropfen anfangen zu “tanzen”. Je nach dem wie dick die Steaks sind, so lange müssen sie pro Seite gebraten werden. Bei 1 cm dicke, 1 Minute pro Seite, 2 cm dicke, 2 Minuten pro Seite und so weiter. Es empfiehlt sich nachzumessen – ohne Witz. Während des bratens den Backofen auf 200 Grad vorheitzen.

4 Sind die Steaks von beiden Seiten angebraten aus der Pfanne nehmen und zum Ruhen in Alufolie eingewickelt in den vorgeheizten Backofen legen. Wie lange richtet sich hier auch nach der Dicke der Steaks: Pro cm 4 Minuten.

5 Vor dem Servieren nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen und noch einige Minuten ruhen lassen. Selbstgemachte oder gekaufte Kräuterbutter dazu rundet den vollen Geschmack perfekt ab.


750 gramm Rumpsteak Steaks medium Steak echt medium mit Beilagen

Unsere Anmerkung

Wir hatten nach exakt dieser Zubereitung das saftigste und zarteste Steak was wir je gegessen haben. Ein wahrer Genuss.

Die 7 wichtigsten Schritte

  1. abgehangenes Rindfleisch vom Metzger
  2. 1 Stunde vorher an Raumtemperatur anpassen
  3. nicht würzen, kein Öl
  4. Pfanne stark erhitzen
  5. pro cm, pro Seite eine Minute braten
  6. anschließend pro cm, 4 Minuten im Backofen
  7. vor dem servieren würzen

P.S: Uns würde sehr interessieren, ob euch die Steaks nach dieser Zubereitung ebenfalls gelungen sind. Kommentare hierzu sind sehr willkommen.

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62 Kommentare

  1. hobbykocher
    Erstellt am 5. September 2010 um 12:51 | Permanent-Link

    tut mir leid wenn ich mich einmischen muss.. fleisch 2min oder länger anbraten?? ich habe von einem sternekoch steak zubereiten gelernt:
    pfanne mit butter, volle stufe, soweit richtig.. das fleisch jedoch nur eine halbe minute pro seite anbraten.
    anschließend in den auf 130 grad vorgeheizten ofen und 45min-60min garen lassen. (bei 4cm dicken scheiben etwa 45, bei 5cm dicken scheiben etwa 60min, wobei man sich nicht darauf verlassen sollte. hängt von der qualität des fleischs ab.)
    gewürzt wird es nach etwa der hälfte im ofen.

    SO wird steak zubereitet. und wenn du es so machst, hast du eine dünne schicht, die durch ist mit der “kruste” und innen konstant durchgängiges rosa fleisch!

    ps: wenn steak, dann wirklich gutes und auch schöne, dicke scheiben. bei 1cm scheiben hat man nichts von medium ;)

  2. Erstellt am 5. September 2010 um 16:18 | Permanent-Link

    Hallo,
    kein Problem, danke für dein Beitrag. Ein Blog soll ja zu Diskussionen anregen; Und deshalb möchte ich heute einmal starkes Kontra geben. Aber vorab erst einmal ein Hinweis in eigener Sache. Dieser Beitrag ist fast 4 1/2 Jahre alt. Damals (!!!) stand ich noch am Anfang meiner Hobbykoch-Karriere. Heute weiß ich vieles Besser, als damals.

    Ich weiß z.B. das es viele Wege nach Rom gibt – genauso viele Weg es gibt ein Steak perfekt medium zu garen. Das obiger nicht der sicherste ist, weiß ich auch. Aber er hat mehr als einmal dazu geführt.

    Und heute verlasse ich mich NIE auf Zeit- und Temperaturangaben. Weder von Freunden, Bekannten und/oder Köchen – schon gar nicht von Promi-Köchen. Denn: Ich habe auch gelernt das Zeit- und Temperaturangaben NIE authentisch sein können, da die Fleischqualität, der Backofen, der Herd, die Pfanne und sowieso alles einen hohen Einfluss auf die benötigte Zeit hat. Der Zauberspruch hierbei lautet: Garen bei Mindestzeiten im Kerntemperaturbereich! “Hokuspokus…”

    Und das habe ich nicht gesagt bekommen, sondern das habe ich eifrig erlernt. Wenn ich heute lese; so und so lange bei so und so viel Grad, dann läuft es mir eiskalt den Rücken runter, weil das nur schief gehen kann. Wenn ein Steak von 4 cm Dicke bei 130 Grad 45 Minuten laut Rezept in den Ofen soll, dann verwette ich ein Jahresgehalt (nein, nicht wirklich), dass die Kerntemperatur weit über 55 Grad liegt und es per Definition eben nicht medium gegart ist.

    Und das auch dein Promi-Koch-Weg nicht der Wahre ist, sagen mir schon die reinen physikalischen Vorgänge, die beim Braten von Fleisch ablaufen:

    a) Wird Fleisch scharf angebraten, ziehen sich die Fasern auf der Oberfläche zusammen (Weil das Eiweiß in den Fasern sehr schnell gerinnt). Das hat zur Folge, dass im Inneren ein Überdruck entsteht. Dieser Überdruck hat wiederum zur Folge, das Wasser aus den Fleischfasern gepresst wird. Je länger dieser Überdruck anhält umso mehr Wasser wird rausgedrückt.

    b) Eiweiß gerinnt ab einer Temperatur von 60 Grad. Wenn diese im Fleischgut überschritten wird, ziehen sich die Muskelfasern zusammen und drücken auch noch den letzten Tropfen Wasser heraus.

    Dass das wirklich passiert musste ich vor 4 Jahren öfter schmerzhaft feststellen.

    Heute gelingen mir durch obigen Zauberspruch die besten (!!!) Steaks. Und hiermit meine ich: überaus zart, saftig wie eine Melone und durch und durch rosa! Generell bekomme ich heute jedes Stück Fleisch a point ohne Probleme gebraten. Ich habe hier mehrere Beiträge geschrieben, die den Erfolg belegen. Schnuppern schadet also nicht.

    Hier mal ein aktuelles Beispiel von ein Stück Lammlachs von gestern: http://www.facebook.com/photo.php?pid=1614421&fbid=1598652692480&id=1420890641&ref=nf

  3. Erstellt am 5. Oktober 2010 um 10:42 | Permanent-Link

    Hallo Leute,

    toll hier von Leuten mit wirklicher Erfahrung zu hören!
    @thally:
    Ich brate immer mit starker Hitze und Erdnussöl(o.ä.), damit es nicht nur grau sondern schön braun wird. Wenn ich nach 1,5min max pro seite auch noch kurz die Seiten(!) des Steaks anbrate, läuft da bei mir kein Saft aus.
    Mein Tipp:
    http://www.perfektesteaks.de

    vg Thomas

  4. Erstellt am 7. Oktober 2010 um 21:55 | Permanent-Link

    Hi Thomas,

    beim Kochen entscheidet immer die richtige Temperatur. Und beim Braten von Fleisch ist selten starke Hitze gut… auch nicht auf dem Grill! Ja ich weiß, sobald es nicht zischt und raucht wie im Wilden Westen, fühlt Mann sich nicht als Mann, aber es ist wirklich so!

    http://www.zeit.de/2010/01/Siebeck-01-Fleisch

    Ich bin da echt intolerant geworden. Warum? Weil ich es besser weiß! In diesem Zusammenhang für dich auch ganz interessant:

    http://www.kochen-mit-liebe.de/rezepte/die-kuh-das-steak-meine-freundin-ich

  5. Peter
    Erstellt am 2. Dezember 2010 um 02:01 | Permanent-Link

    Na na,na
    meines erachtens macht übung den meister…..meine ersten steaks waren immer zu durch….aber beim 5 voila und es lief!!
    mittlerweile bekomme ich jedes steak hin…macht bekommt einfach ein gefühl dafür!

  6. Jan
    Erstellt am 29. Mai 2011 um 12:55 | Permanent-Link

    Hallo!

    Habe gestern ein schönes Kilo Rumpsteak bekommen und mir grade eben nach exakt der oberen Anleitung ein Steak ca. 250g zubereitet.

    Es war mit Abstand das beste Steak was ich in 31 lebensjahren gegessen habe und hatte quasi so etwas wie eine Erscheinung ;-)

    Danke für diesen Tip ! Sollten sich einige steakhäuser mal zu Herzen nehmen

  7. Erstellt am 25. Juni 2011 um 13:13 | Permanent-Link

    Es gibt sicherlich mehrere Möglichkeiten ein Steak zu braten! Es ist nicht so, dass es die eine richtige Art gibt! Meiner Meinung liegt dann auch viel in dem, wie man sein Steak gerne mag!

  8. besserwisser
    Erstellt am 22. August 2011 um 21:39 | Permanent-Link

    @hobbykocher:

    Butter wird bei derartiger hitze braun und versaut den prozess

  9. DrMabuse
    Erstellt am 15. Oktober 2011 um 23:30 | Permanent-Link

    Perfekt! Habe Steaks (Rinderlende) nach dieser Anleitung zubereitet. Es waren die besten selbstgmachten Steaks bisher…

  10. Henri
    Erstellt am 18. Januar 2012 um 17:55 | Permanent-Link

    Also ich habe auch mein steak so gemacht wie es ganz ober beschrieben ist, und es schmeckt echt geil. Es war mein erster steak selbst gemacht, und dazu habe ich selbstgemachte pfeffer-sosse genommen und ich muss sagen – bravo thally :-)

  11. Geil-Geil
    Erstellt am 30. März 2012 um 23:11 | Permanent-Link

    Das grosse Mysterium scheint enthüllt worden zu sein, aber die ca 2 cm dicken Steaks, nach
    dem Rezept, waren absolute Klasse!
    DAS geht, und es geht sehr gut! Mit Sicherheit gibt es das ultimative Rezept.
    Aber ein so teures Lebensmittel will ich nicht im eigenen Saft in der Pfanne absaufen sehen,
    bis es fade schmeckt! Wir haben alles simpel nach “Anweisung” zubereitet- das Steak war
    besser ich mir das je erhofft habe.
    VERDIKT: Machs dir gut und einfach

  12. Erstellt am 15. April 2012 um 14:28 | Permanent-Link

    Toller Artikel, hab damit ein super Steak hinbekommen. Hab am Ende noch etwas Butter darüber gegeben. Das macht das ganze noch zarter. Ich glaube salzen kann man das Fleisch auch vorher macht das Fleisch eigentlich nicht trockener.
    Mein Tipp: http://www.steak-braten.com/steak-braten/

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