Der Kaffee ist fertig…

Senseo, Tassimo, Caffissimo, Nespresso, Petra, DeLonghi, Dolce Gusto, Tefal, Braun, Russel Hobbs. Pads, Kapseln, Pulver, Bohnen. Espresso, Cappuccino, Latte Macciatto, Tee, Kakao, Milch. 20, 30, 40, 50, 100, 200, 500, 1000 Euro. Es ist ALLES dabei. Kaffee genießen ist ganz schön kompliziert geworden. Einen richtig guten Kaffee zu kochen scheint mittlerweile schier unlösbar geworden zu sein. Beziehungsweise das Wissen, wie man einen frisch gebrühten Kaffee aufsetzt schwindet. In Zeiten wie „Pad rein, Knopf drücken, Kaffee raus“ irgendwie verständlich.

Zu meinen WG-Zeiten habe ich noch eine gute alte Kaffeefiltermaschine besessen und diesen umgefüllt in eine Thermokanne. Aus irgendeinem Grund habe ich dieses wertvolle Gerät gegen eine Senseo-Maschine und teuren Pads eingetauscht. Vermutlich steckte meine Freundin dahinter. Man weiß es aber nicht. Sämtliche Beweise wurde mit dem Umzug vernichtet. Dieser Kaffee hing mir ziemlich schnell zum Hals raus, weil es ihn nur noch und überall gab. Selbst im Büro. Jeder Depp hat/hatte eine Senseo. Das ist mittlerweile so wie mit Handys. Weiteres Problem: Jede Tasse muss separat aufgesetzt werden. JEDE! Auch wenn 8 Freunde zu Besuch kamen.

Vor zwei Jahren kauften wir uns eine Caffissimo bzw. ich schenkte meiner Freundin eine – natürlich profitierte ich als Nießnutzer auch davon. Auch hier gibt es keine einleuchtenden Gründe. Nun brauchten wir Kapseln – und zwar jede Menge, da ich an freien Tagen recht viel Kaffee trinke und 10 Pads binnen 2 – 3 Tagen durch den Automat gejagt werden. Teurer Spaß; 10 Kapseln kosten 2,50 €.

Dabei geht es mir gar nicht mal um die Kosten. Mir geht es eher um die Unabhängigkeit, Freiheit und Auswahl. Bei diesen Kapseln ist man ziemlich stark gebunden und die Auswahl ist minimal. Zudem verliert man den Bezug zu einem einfachen Handwerk. Daher habe ich mich entschieden, dass ich wieder richtigen, frisch gemahlenen und gebrühten Kaffee kochen und genießen möchte und habe mir zu Weihnachten eine elektrische Kaffeemühle und eine French Press gewünscht. Am Morgen des Heilig Abend stand ich vor einem richtigen Problem: Wie zum Teufel kocht man eigentlich Kaffee?
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Brasato al Barolo

Rinderschmorbraten Brasato al Barolo

Den letzten Rinderschmorbraten, an den ich mich errinnern kann, liegt gute 20 Jahre zurück. Ich glaube es war Weihnachten, erster Weihnachtsfeiertag bei meiner Oma – egal. Seither bin ich nicht mehr in den Genuss gekommen. Ich konnte mich jedoch stets gut errinnern, dass das Fleisch trotz völliger Übergarung sehr zart, niemals trocken und Geschmacksintensiv war. Da ich – für einen Mann fast schon selbstverständlich – eher dazu neige rosa gebratene Steaks zu servieren, wollte ich mich dennoch an meinen ersten eigenen Braten versuchen. Mit Fleisch umgehen kann ich – das kann ich.

Auf dieser Seite, habe ich nicht nur die einleuchtende Zubereitungsart nach Piermonteser Art gefunden, sondern auch gleich das gesamte Menü. Auf geht’s!
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